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Sommarugas Halbjahres-Bilanz«Wir sind ein Land und halten zusammen»

Die Coronavirus-Krise hat die ersten sechs Monate des Präsidialjahres der Bundespräsidentin geprägt. Der Bevölkerung stellt sie ein sehr gutes Zeugnis aus.

Die Bundespräsidentin schätzt das Risiko für eine Situation wie zu Beginn der Krise als gering ein: Simonetta Sommaruga zieht Halbjahresbilanz. (Archivbild)
Die Bundespräsidentin schätzt das Risiko für eine Situation wie zu Beginn der Krise als gering ein: Simonetta Sommaruga zieht Halbjahresbilanz. (Archivbild)
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Mit SRF-Moderator Urs Leuthard sprach sie über ihre ersten sechs Monate als Bundespräsidentin.
Mit SRF-Moderator Urs Leuthard sprach sie über ihre ersten sechs Monate als Bundespräsidentin.
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Der Bundesrat funktioniere in der Krise gut. Man habe kein einziges Mal abstimmen müssen, sei aber auch unterschiedlicher Meinung gewesen, so Sommaruga.
Der Bundesrat funktioniere in der Krise gut. Man habe kein einziges Mal abstimmen müssen, sei aber auch unterschiedlicher Meinung gewesen, so Sommaruga.
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«Die Verantwortung, die ich in diesen Monaten gespürt habe, war enorm», sagte Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga am Freitagabend im Gespräch zum 1. August mit dem Schweizer Fernsehen SRF. Sie sei aber jemand, die in einer Krise ruhig werde – sie könne innere Kraft sammeln, betonte sie. Aber Sommaruga habe nicht immer gleich gut geschlafen, erklärte sie.

Der Druck sei für alle Bundesräte gross gewesen. Und die Mitglieder des Bundesrats seien nicht immer einhelliger Meinung gewesen. Es sei aber bezeichnend, dass der Bundesrat kein einziges Mal habe abstimmen müssen, sagte sie.

Als Bundespräsidentin sei es ihre Aufgabe, die unterschiedlichen Sichtweisen und Erfahrungen zusammenzubringen und einen Mittelweg zu finden, damit sich am Schluss alle ein Stück weit in der Entscheidung wiederfinden könnten. Dieser Mittelweg war der Bundespräsidentin sehr wichtig, wie sie mehrfach betonte.

Der Bevölkerung erteilte sie für ihr Verhalten die Note «hervorragend». Dies habe damit zu tun, dass es ein gewisses Vertrauen in den Bundesrat gebe. Aber relevant sei auch gewesen, dass die Schweiz eben diesen Mittelweg gegangen sei. Die Massnahmen seien nicht zu früh gekommen – sondern Schritt für Schritt, weshalb die Bevölkerung die Entscheide habe nachvollziehen und den Weg mitgehen können.

Risiko für gleiche Situation «klein»

Sommaruga rechnet nicht damit, dass es bei einem allfälligen weiteren Anstieg der Coronavirus-Fallzahlen wieder zu einer gleichen Situation kommt, wie zu Beginn der Coronavirus-Krise. «Wir stehen jetzt an einem anderen Punkt», sagte sie. Mit dem Wissen und den Massnahmen, die in den vergangenen Monaten gesammelt und erarbeitet worden seien, sei das Risiko für einen kompletten Rückfall klein, betonte Sommaruga.

Die SP-Politikerin freut sich aber auch wieder auf die anderen Dossiers. «Die Klimathemen sind mir ein Herzensanliegen», sagte sie. Die Coronavirus-Krise solle kein Hindernis sein, auch an anderen Themen zu arbeiten, die für die Schweiz und die Welt wichtig seien. Bei der Klimafrage könne man für die Schweiz so viel Gutes herausholen, auch Arbeitsplätze, zeigte sich Sommaruga am Freitag gegenüber SRF überzeugt.

Die Coronavirus-Krise sei aber prägend und noch nicht vorbei – «Wir müssen dranbleiben und auch am 1. August spüren: wir sind ein Land und halten zusammen.»

SDA

96 Kommentare
    Chr. Beck

    So gefällt mir der 1. August - aber das können eben nur Menschen empfinden, welchen noch etwas an unserer freien Schweiz und Eidgenossenschaft gelegen ist.“ Ausgerechnet SP-Sommaruga sagt das. Deshalb mag ich diese Reden nicht. Heute so, morgen am liebsten ein RA mit einseitigen Sanktionen zugunsten der EU und aut. Uebernahmje der Gesetze sowie zahlen, zahlen, zahlen. Heuchlerischer geht es nicht. Eine Schweiz, die nur noch auf den Knien liegt und kein Rückgrat zeigt...einfach nur unglaubwürdig. Dazu wird man gleich noch die Parteiparolen los. Egal, ob von links oder rechts. Hauptsache man kann sich wieder mal lachend zeigen.