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Psychologie der Social-Media-BlasenWir sind ja unter uns

Wie sich auf Facebook und Twitter Echokammern bilden und welche Folgen das für die Demokratie hat.

Bis zu 83 Prozent der Anhänger der US-Republikaner glauben, Donald Trump sei die Präsidentschaftswahl gestohlen worden.
Bis zu 83 Prozent der Anhänger der US-Republikaner glauben, Donald Trump sei die Präsidentschaftswahl gestohlen worden.
Foto: Keystone

Aus dem Land der unbegrenzten Wahrheiten geistern gerade ein paar Zahlen durch die Öffentlichkeit, die das Dilemma illustrieren. So haben Umfragen ergeben, dass zwischen 68 und 83 Prozent der befragten Anhänger der US-Republikaner der Meinung sind, Donald Trump sei die Präsidentschaftswahl gestohlen worden. Angesichts dieser Zahlen wird die Frage dringlich: Wie kann eine Demokratie überleben, wenn so viele Menschen ihr Vertrauen in die Rechtmässigkeit von Wahlen verloren haben?

Und damit auf die andere Seite des Grabens: In einer Umfrage sagten 22 Prozent der «sehr linken» Anhänger der US-Demokraten, so die Einteilung in der Erhebung, dass die Polizei im Jahr 2019 insgesamt 10’000 oder sogar noch mehr unbewaffnete Schwarze erschossen habe. Die korrekte Zahl lautet 27. Da stellt sich die Frage: Wie kann eine Demokratie überleben, wenn so viele Menschen das Vertrauen in deren Institutionen verloren haben und glauben, es würden täglich regelrechte Massaker verübt?

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