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1700 mehr leerstehende Wohnungen innert Jahresfrist Mieterverband fordert Förderung des gemeinnützigen Wohnungsbaus

Die Wohnungsknappheit in der Schweiz entspannt sich kaum, während die Mieten immer noch deutlich steigen.

Die Zahl der leeren Wohnungen erhöhte sich landesweit innerhalb eines Jahres um 1700 Einheiten, wie das Bundesamt für Statistik am Montag bekannt gab. Zwischen Anfang Juni 2010 und Anfang Juni 2011 stieg die Zahl als leer gemeldeter Wohnungen von 36'710 auf 38'420. Die Quote unbewohnter, aber auf dem Wohnungsmarkt angebotenen Wohnungen erhöhte sich damit im landesweiten Durchschnitt von 0,92 Prozent auf 0,94 Prozent. Obwohl die Zahl leerer Wohnungen um 5 Prozent zunahm, warnt der Schweizerische Mieterinnen- und Mieterverband (SMV) weiterhin vor den Folgen des immer noch sehr knappen Angebots. Während in Zürich nur gerade 0,06 Prozent der Wohnungen leer stünden und in Genf die Leerwohnungsziffer seit Jahren unter 0,25 Prozent liege, stiegen die Preise weiter, warnt der Verband. Auch in bestehenden Mietpreisverhältnissen käme es zu Preissteigerungen: Trotz sinkenden Zinsen seien die Bestandsmieten in den vergangenen drei Jahren um über vier Prozent gestiegen, während ausgeschriebene Wohnungen um acht Prozent teurer geworden seien. Die Situation erfordere den Bau neuer Wohnungen und vor allem eine Ankurbelung des gemeinnützigen Wohnungsbaus, schreibt der SMV. Die Anstrengungen von Bund, Kantonen und Gemeinden zugunsten von Genossenschaftswohnungen seien «ungenügend», kritisieren die Interessensvertreter der Schweizer Mieterinnen und Mieter.

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