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400 Merck-Serono-Angestellte versammeln sich

Fast 400 Personen haben am Freitagabend an der Personalversammlung des Westschweizer Biotechunternehmens Merck Serono teilgenommen.

Organisiert wurde das Treffen von der Gewerkschaft Unia, welche die Mitarbeiter nach der Massenentlassung über ihre Rechte informieren will. Am Dienstag hatte das deutsche Pharma- und Chemieunternehmen Merck bekannt gegeben, dass es die Zentrale seiner Schweizer Pharmatochter Merck Serono in Genf schliessen wird. In der Rhonestadt gehen so über 1250 Arbeitsplätze verloren. Auf 500 Stellen will Merck fortan ganz verzichten, die übrigen Stellen werden nach Deutschland, in die USA und nach China verlagert. Die Massenentlassung sei eine Katastrophe, sagte Alessandro Pelizzari, Generalsekretär der Unia Genf, zu Beginn der Informationsveranstaltung. Gemäss Einschätzung des Gewerkschafters sind die Angestellten von Merck Serono nur sehr schwach gewerkschaftlich organisiert. Bis zur Massenentlassung sei das Interesse der Angestellten, mehrheitlich Mitarbeiter des Hauptsitzes und Forscher, gering gewesen, sagte der Gewerkschafter. Das Unternehmen habe auch nie mit Sozialpartnern verhandeln wollen. Falls die Versammlung am Freitagabend eine Personalvertretung wählt, wäre Merck Serono rechtlich gezwungen, mit dieser zu verhandeln. Bis anhin wurde lediglich ein schriftliches Konsultationsverfahren eröffnet, an dem die Angestellten individuell bis am 16. Mai teilnehmen können. Notiz an die Redaktion: Folgt mehr nach Ende der Versammlung

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