Energie

Atomausstieg - CKW muss Milliarden investieren

Der Ausstieg aus der Kernenergie zwingt die Centralschweizerischen Kraftwerke (CKW) zu hohen Ausgaben.

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Bis 2050 wollen die CKW 3 Milliarden Fr. in Produktionsanlagen investieren, doppelt so viel wie bei einem Festhalten an der Atomenergie nötig wären.

2010 stammten 68 Prozent des CKW-Stroms aus Atomkraftwerken. Der vom Bund beschlossene Ausstieg aus der Atomenergie bewirkt deshalb einen Umbau der Stromversorgung, wie die Axpo-Tochter am Montag mitteilte.

Die CKW wollen 2,4 Milliarden Fr. in erneuerbare Energien investieren. 45 Prozent davon sind Investitionen im Ausland. Vorgesehen sind ferner Beteiligungen an Gaskombikraftwerken. Gaskombi- und Pumpspeicherkraftwerke seien nötig, weil Wind- und Sonnenkraftwerke unregelmässig Strom lieferten, schreiben die CKW.

Die Investitionen sollen bis 2050 realisiert werden. Die erste Milliarde soll bereits bis 2017 ausgegeben werden; im Zentrum steht dabei die Windenergie.

Von den 3 Milliarden Fr. sollen 29 Prozent in die Wasserkraft fliessen. 18 Prozent sind für die Sonnen- und 17 Prozent für die Windenergie geplant. Je 15 Prozent sollen der Geothermie und der Gaskombikraft zugute kommen. 6 Prozent entfallen auf übrige Erzeugungsformen.

Um die Investitionen finanzieren zu können, wollen die CKW Kosten sparen und die Effizienz steigern. Die Investitionen werden sich auch auf die Strompreise auswirken. Die CKW sprechen von «innovativen Produkt- und Preisgestaltungen», die die Kunden beim Stromsparen unterstützen würden.

Weiter sehen die CKW jährliche Investitionen von 60 Millionen Fr. in das Stromnetz vor. Dieses muss auch deshalb angepasst werden, weil der Strom vermehrt dezentral produziert wird und unregelmässig anfällt. Vorgesehen seien auch neue Lösungen zur intelligenten Steuerung von Stromlast und -verbrauch (Smart Grid).

Nach Ansicht der CKW kann der Umbau der Energieversorgung nur erreicht werden, wenn die die regulatorischen Leitplanken geändert würden. Investitionshemmende Regelungen müssten abgebaut und Bewilligungsverfahren beschleunigt werden. Alle, auch Bund, Kantone, Umweltverbände und die Bevölkerung, müssten umdenken.

Erstellt: 16.04.2012, 10:24 Uhr

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