Beim Zürcher Autohändler – «Kunden kommen mit Vorbehalt»

Marco Belfanti verkauft Autos an der Zürcher Limmattalstrasse. Was denkt er über den Abgasskandal von VW? Und wie reagieren die Kunden?

Autohändler Marco Belfanti erklärt, warum das Vorgehen von VW aus seiner Sicht sinnlos ist.

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Europa blieb bislang von der Abgasaffäre verschont. Dennoch glaubt Autohändler Marco Belfanti, dass auch hier ein solcher Betrug möglich ist.

«Diese Geschichte ist noch lange nicht zu Ende», meint der Zürcher Autohändler Marco Belfanti zum VW-Skandal. Es ist schliesslich möglich, dass auch noch andere Automarken davon betroffen sind. Ebenso ist noch unbekannt, ob auch Europa von den Schummeleien des Volkswagen-Konzerns betroffen ist.

Er sei schon überrascht gewesen, als er vom Ausmass des Betrugs erfahren habe. Zwar sei sehr wohl bekannt, «dass gewisse Werte bei den Tests optimiert werden», aber nicht in diesem Ausmass, so Belfanti. Unverständlich ist für ihn vor allem, wer in einem eigentlich so gut funktionierenden Konzern eine solche Entscheidung treffe.

«Betrug zu erkennen, ist unmöglich»

Unmittelbare Konsequenzen für sein Geschäft spürt der Autohändler bislang nicht. Zwar hätten die Kunden einige Vorbehalte, aber «die Kaufentscheidung wird davon noch nicht beeinflusst». Auch importiere er seine Autos wegen des schwachen Euros vor allem aus dem EU-Raum und nicht aus Amerika. Damit sind die Autos, welche er zum Verkauf anbietet, nicht vom Skandal betroffen.

Belfanti meint, dass so etwas auch in Europa geschehen könnte: «Es ist unmöglich, einen solchen Betrug beim Abgastest zu erkennen», das könne man vergleichen mit einem komplizierten Computerprogramm. Daher sei es durchaus möglich, dass ein Hersteller in Europa unbemerkt den gleichen Trick anwenden würde. Wegen der strikteren Abgasregulierungen in Europa glaubt der Autohändler aber kaum daran. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 24.09.2015, 12:32 Uhr

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