Fast 10 Millionen Lohn für Brady Dougan – trotz Lohnkürzung

Die freiwillige Teilverzicht verändert den Lohn von Brady Dougan nur unwesentlich. Ohne Verzicht wäre seine Entlöhnung wohl um einiges höher ausgefallen.

Hat trotz Lohnkürzung gut lachen: Der abtretende CS-Konzernchef Brady Dougan. (27.10.2009)

Hat trotz Lohnkürzung gut lachen: Der abtretende CS-Konzernchef Brady Dougan. (27.10.2009) Bild: Gaetan Bally/Keystone

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Brady Dougan, der Konzernchef der Credit Suisse, der demnächst zurücktreten wird, hat letztes Jahr nur unwesentlich weniger verdient als 2013. Seine Lohnbezüge und Boni beliefen sich auf total 9,7 Millionen Franken.

Im Jahr davor hatte die Gesamtvergütung für den Konzernchef der Grossbank, wie sie jeweils im Jahresbericht ausgewiesen wird, knapp 9,8 Millionen Franken betragen. Der gesamten 11-köpfigen Geschäftsleitung wurden für das vergangene Jahr 64,1 Millionen Franken ausbezahlt, wie am Freitag bekannt wurde. Im Vorjahr erhielten die damals 9 Mitglieder zusammen 64,8 Millionen Franken.

VR und Geschäftsleitung verzichtete freiwillig

Ohne die freiwillige Kürzung, welcher das Topmanagement der Credit Suisse als Folge der Belastung durch die Einigung im US-Steuerstreit zugestimmt hat, wäre die Entschädigung von Konzernchef Dougan im Vergleich zum Vorjahr wohl klar höher ausgefallen. Mitte Februar hatte die Grossbank angekündigt, dass sich sowohl der Verwaltungsrat als auch die Geschäftsleitung freiwillig zu einer Kürzung ihrer Vergütung bereit erklärt hätten.

Konkret sei die variable leistungsbezogene Vergütung der Mitglieder der Geschäftsleitung um 20 Prozent des Betrags, der ihnen sonst zugeteilt worden wäre, verringert worden. Die variable Vergütung der Geschäftsleitung wurde nun total um insgesamt 9,0 Millionen Franken gekürzt, wie aus dem Geschäftsbericht hervorgeht.

Verwaltungsratspräsident Urs Rohner erhielt für 2014 noch 3,6 Millionen Franken, nachdem sein Salär im Jahr davor noch 4,9 Millionen Franken betragen hatte. Der gesamte CS-Verwaltungsrat wurde 2014 mit 9,1 Millionen Franken entschädigt. Die Reduktion der Verwaltungsratsvergütungen beträgt damit wie Mitte Februar ebenfalls angekündigt rund 25 Prozent. (rsz/sda)

Erstellt: 20.03.2015, 08:38 Uhr

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