Rohstoffe

Glencore und Xstrata schmieden gewaltigen Rohstoffkonzern

Der weltgrösste Rohstoffhändler Glencore mit Sitz im Kanton Zug und der britisch-schweizerische Bergbaukonzern Xstrata fusionieren.

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Die geplante Firmenhochzeit wurde am Dienstag als «Zusammenschluss unter Gleichen» bezeichnet.

Der vereinigte Konzern dürfte einen Marktwert von 90 Milliarden Dollar haben. Er soll die ganze Wertschöpfungskette im Rohstoffgeschäft abdecken, vom Abbau bis zum Transport und Verkauf der Bergbauprodukte. Die Gruppe wird weltweit vertreten sein und und will verstärkt in die derzeit wichtigen Abbauregionen wie den afrikanischen Kupfergürtel, Kasachstan und Südamerika investieren.

Die beiden Konzerne sind bereits miteinander verbunden: Glencore, selbst erst seit vergangenem Jahr an der Börse, hält heute schon rund 30 Prozent am in London kotierten Bergbaukonzern. Die beiden Fusionspartner bezeichnen ihr Zusammengehen als «logischen nächsten Schritt» in einem sich verändernden Branchenumfeld.

Der Zusammenschluss soll bis zum dritten Quartal 2012 vollzogen sein. Laut der Abmachung sollen Xstrata-Aktionäre 2,8 Glencore- Aktien pro Anteil bekommen. Die Xstrata-Aktie wird auf 1,2901 Pence pro Titel bewertet.

Konzernchef der neuen Gruppe wird der bisherige Xstrata-Chef Mick Davis. Ivan Glasenberg, bisheriger Chef von Glencore, soll als Vize- Konzernchef und Verwaltungsratspräsident amten. «Unsere Firmen arbeiten schon seit zehn Jahren gut zusammen. Ich freue mich, Mick zu unterstützen», liess Glasenberg im Communiqué mitteilen.

Erstellt: 07.02.2012, 08:50 Uhr

Abo

Abo Digital Light - 18 CHF im Monat

Unbeschränkter Zugang auf alle Inhalte und Services (ohne ePaper). Flexibel und jederzeit kündbar.
Jetzt abonnieren!

Die Welt in Bildern

Logenplätze: Die Bewohner der nepalesischen Ortschaft Bode verfolgen den Nil-Barahi-Maskentanz von ihren Fenstern aus. Während des jährlichen Fests verkleiden sich Tänzer als Gottheiten und ziehen durch die Strassen. (20. August 2019)
(Bild: Navesh Chitrakar) Mehr...