Schuldenkrise

Minister: Finnland bereitet sich auf Ende der Euro-Zone vor

London Der finnische Aussenminister Erkki Tuomioja hat ein Auseinanderbrechen der Euro-Zone als unausweichlich bezeichnet.

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In einem Interview mit der britischen Zeitung «Daily Telegraph» forderte er die Länder Europas auf, sich darauf vorzubereiten.

«Es gibt keine Regeln dafür, wie man den Euro verlässt, aber es ist nur eine Frage der Zeit», sagte Tuomioja im am Freitag publizierten Interview. «Entweder der Süden oder der Norden wird wegbrechen.» Die Gemeinschaftswährung sei wie eine Zwangsjacke, die Millionen Menschen in Not bringe und die Zukunft Europas zerstöre.

Doch niemand in Europa wolle der erste sein, der aus dem Euro aussteige und die ganze Schuld auf sich ziehe, sagte Tuomioja. «Das Auseinanderbrechen des Euro bedeutet nicht das Ende der Europäischen Union. Es könnte der EU helfen, besser zu funktionieren.»

Er berichtete zugleich, finnische Regierungsvertreter hätten Vorbereitungen getroffen für ein Ende der Gemeinschaftswährung, mit einem «Handlungsplan für jede Eventualität». «Das ist nicht etwas, das jeder in Finnland befürwortet, geschweige denn die Regierung. Aber wir müssen vorbereitet sein», mahnte Tuomioja.

Erstellt: 17.08.2012, 02:48 Uhr

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