Mobiltelefonie

Orange, Sunrise und Swisscom senken Terminierungsgebühren

Die Mobiltelefonie-Anbieter Orange, Sunrise und Swisscom senken die Terminierungsgebühren um bis zu 50 Prozent.

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Diese Gebühren stellen sie sich gegenseitig für die Durchstellung eines Anrufs in ihr Netz in Rechnung. Wie stark die Kunden von tieferen Endpreisen profitieren, ist offen.

Per 1. Oktober senken Sunrise und Orange ihre Mobilfunkterminierungsgebühren (MT-Gebühren) an Swisscom von 17 auf 10 Rappen. Per 1. Januar 2011 werden Sunrise und Orange eine zusätzliche Reduktion auf 8,75 Rappen pro Minute vornehmen, wie die Unternehmen am Donnerstag mitteilten.

Im Gegenzug werde Swisscom den anderen Anbietern 8 Rappen pro Minute statt bisher 14 Rappen verrechnen. Am 1. Januar 2011 erfolgt auch hier eine weitere Senkung der Gebühr auf 7 Rappen. Laut Mitteilung der Swisscom entspricht dies dem europäischen Niveau.

Die Swisscom will auch die Preise für Privat- und Geschäftskunden «anpassen». Die künftigen Preise würden derzeit erarbeitet, hiess es ohne genauere Angaben.

Orange und Sunrise halten sich noch deutlicher zurück: Orange (die kein eigenes Festnetz betreibt) schreibt, das Unternehmen erwarte, dass sich die Senkung in den Gesprächstarifen der Festnetzanbieter bei Anrufen auf Mobilfunknummern niederschlägt.

Sunrise erklärt, Hauptprofiteure der Senkung seien ausländische Telekomunternehmen. Für Sunrise werde die Einigung zu einer weniger Einnahmen und Gewinn führen. Dank der Kostendisziplin könne Sunrise trotzdem weiterhin tiefe Preisen offerieren.

Auslöser der Verhandlungen zwischen den drei Schweizer Mobiltelefon-Netzbetreibern war eine Klage des Festnetzanbieters VTX bei der Eidgenössischen Kommunikationskommission (ComCom) gegen die Höhe der Terminierungsgebühren der Swisscom. Tiefere MT-Gebühren hatte auch Verizon gefordert.

Erstellt: 09.09.2010, 08:10 Uhr

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