Rüstungsgeschäft

Pilatus-Chef: «Werden noch mehr Aufträge bekommen»

Oscar Schwenk, Verwaltungsratspräsident und Konzernchef der Pilatus Flugzeugwerke AG, will die Werke weiter ausbauen.

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Einerseits wegen den Grossaufträgen aus Indien, Saudi- Arabien und Katar, andererseits aufgrund neuer Bestellungen.

«Ich bin der Meinung, dass wir noch mehr Aufträge bekommen werden. Frankreich braucht neue Trainingsflugzeuge, Schweden und Australien könnten auch noch bestellen», sagte Schwenk der «Handelszeitung» gemäss Vorabdruck vom Mittwoch.

Der 67-jährige Unternehmer hält dabei am Standort Schweiz fest. Überlegungen für Verlagerungen aus der Schweiz würden trotz starkem Franken keine gemacht, sagte er. «Pilatus baut über die nächsten fünf Jahre 400 weitere Arbeitsplätze auf und errichtet mehrere neue Gebäude. Daran halten wir fest.» Pilatus zählte 2011 rund 1440 Mitarbeiter.

Zwar werde über eine Lizenzfertigung in China nachgedacht. Ein eigenes Werk werde dort aber nicht gebaut, sagte Schwenk gemäss dem Wirtschaftsblatt.

Weiter gab der Luzerner Einzelheiten über seinen Nachfolger bekannt. Schwenk wird sich ab Ende Jahr voll auf das Präsidium konzentrieren und als Konzernchef zurücktreten. Derzeit gebe es zwei Kandidaten; einen Externen und einen Internen. Im Oktober werde entschieden.

Der Unternehmer äusserte sich auch zum Rüstungs- und Technologiekonzern Ruag, der neuerdings Wartungen von Pilatus- Trainingsflugzeugen anbietet und damit Pilatus empfindlich trifft. Das gebe irgendwann Zoff, sagte er. Für ihn sei es völlig unverständlich, was die Ruag da mache. «Wir haben das Know-How über Jahre aufgebaut. Und dann kommt die Ruag und dringt mit subventionierten Preisen in den Markt ein.»

Er habe keine Ahnung, was die Strategie der Ruag im Ausland sein soll. Schwenk glaubt, dass der Konzern in Zukunft restrukturiert und redimensioniert werden müsse.

Erstellt: 08.08.2012, 18:00 Uhr

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