SBB, Swisscom, Post: Welcher Chef am meisten verdient

Heute legten mit den SBB und der SNB zwei Institutionen des Bundes ihre Geschäftsberichte vor. Darin stehen auch die Löhne der Topkader. Das höchste Salär räumt jedoch ein anderer ab.

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Zusammen mit den Geschäftszahlen haben die SBB auch den Lohn der Konzernleitung und des Verwaltungsrates offengelegt. SBB-Chef Andreas Meyer verdiente im abgelaufenen Geschäftsjahr 943'698 Franken. Trotz schlechter Zahlen liegt er mit seinem Lohn weit vorne in der Rangliste der Topverdiener in den staatsnahen Betrieben.

Zum zweiten Mal verdient Meyer seit seinem offiziellen Amtsantritt als SBB-Chef leicht weniger als 1 Million Franken. Im Jahr 2010 bezog er 957'000 Franken. 2013 stieg sein Grundsalär gegenüber dem Vorjahr leicht von 573'000 auf 580'000 Franken. Dafür sank sein leistungsabhängiger Bonus um beinahe 100'000 Franken auf 248'000 Franken.

Die meisten Kaderlöhne bekannt

Ebenfalls heute Morgen legte die Schweizerische Nationalbank ihren Geschäftsbericht vor. Daraus geht hervor, wie das Direktorium entlöhnt wurde. Thomas Jordan erhält als Präsident mit 895'000 Franken genau 1200 Franken mehr als seine beiden Kollegen Jean-Pierre Danthine und Fritz Zurbrügg.

Grund ist eine um diesen Betrag höhere Repräsentationspauschale. Im Vorjahr erhielt Jordan 942'000 Franken. Nimmt man die Beiträge für die Altersvorsorge dazu, ergibt sich eine andere Rangliste: Dann verdient Danthine mit 1,0783 Millionen Franken mehr als Zurbrügg (1,0549 Millionen) und Jordan (1,0517 Millionen).

Mit den neusten Zahlen der SBB und der SNB zeichnet sich allmählich ab, wie die Kaderlöhne bei den staatsnahen Betrieben im vergangenen Jahr ausfielen.

Swisscom-Chef mit Abstand an der Spitze

Mit Abstand an der Spitze liegt einmal mehr der Swisscom-Chef. Urs Schaeppi, der nach dem Tod von Carsten Schloter den Job zuerst interimistisch und ab November definitiv übernahm, erhielt 1,7 Millionen Franken.

Zum Vergleich: Schloter erhielt ein Jahr zuvor rund 2 Millionen. Ein Vergleich auf derselben Basis wird sich aber erst für 2014 ermitteln lassen, wenn Schaeppi das gesamte Jahr sein Amt verrichtet hat.

Postchefin Ruoff erhielt 767'000 Franken

In der Nähe des Lohnes des SBB-Chefs bewegt sich dieses Jahr der Lohn von Ruag-Konzernleiter Urs Breitmeier mit 935'000 Franken. Er ist seit April in dieser Position und leitete zuvor die Division Defense. Im Vergleich zu SBB-Chef Meyer konnte Breitmeier ein stabiles Ergebnis vorweisen.

Die einzige Frau an der Spitze eines Bundesbetriebes ist Susanne Ruoff bei der Post. Ihr Salär beläuft sich auf 767'000 Franken. Bei beiden Führungspersonen ist ein Vergleich mit dem Vorjahr nicht auf derselben Basis möglich, da sie 2012 unter dem Jahr ihre neue Funktion übernommen haben.

Ganze Übersicht im Kaderlohnreport

Noch sind nicht alle Bezüge in allen Bundesbetrieben bekannt. Im Detail werden sie im jährlich erscheinenden Kaderlohnreporting des Bundes ausgewiesen.

Ausstehend sind beispielsweise noch die Bezüge von SRG-Direktor Roger de Weck oder Suva-Chef Ulrich Fricker. De Weck erhielt für 2012 510'000 Franken. Die höchste bei der Suva ausgewiesene Entschädigung lag in der Vorjahresperiode bei 603'000 Franken.

Erstellt: 25.03.2014, 13:00 Uhr

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