Uber darf in Italien keine Taxis mehr betreiben

Ein Gericht gab Taxiverbänden Recht. Sie klagten wegen unlauteren Wettbewerbs gegen die Taxi-App. Der italienische Konsumentenschutz klagt über einen «riesigen Schaden».

Taxiverbände gewinnen vor Gericht: Proteste gegen die Taxi-App Uber in Neapel (11. Juni 2014).

Taxiverbände gewinnen vor Gericht: Proteste gegen die Taxi-App Uber in Neapel (11. Juni 2014). Bild: EPA/Ciro Fusco/Keystone

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Ein Mailänder Gericht hat einen Antrag einiger Taxifahrer-Verbände gegen den US-Mitfahrdienst Uber angenommen und diesem den Betrieb in Italien untersagt. Die Taxifahrer waren wegen unlauteren Wettbewerbs gegen den US-Anbieter vor Gericht vorgegangen.

«Der Beschluss des Mailänder Gerichts ist ein Triumph für uns. Endlich entscheidet jemand zu unseren Gunsten. Zuvor hatten wir uns an die Regierung gewendet, doch ohne Erfolg», sagte der Sprecher der Taxifahrer, Pietro Gagliardi.

Keine Regulierung

Italienische Taxifahrer sehen ihr Geschäft durch Ubers Online-Dienst bedroht. Aus ihrer Sicht gibt es einen unfairen Wettbewerb, weil für die neuen Konkurrenten aus dem Internet die strikte Regulierung des Taxi-Gewerbes ausgehebelt sei.

Private Fahrer seien oft nicht für die Beförderung versichert, absolvierten keine regelmässigen Gesundheitschecks, ihre Ausbildung und der technische Zustand des Autos würden nicht geprüft, monieren die Taxifahrer-Verbände. Uber entgegnet stets, die Firma überprüfe die Fahrer und sorge für die Sicherheit der Fahrgäste.

Auch in Genf verboten

Italiens Konsumentenschutzverband Codacons protestierte gegen den Beschluss des Mailänder Gerichts und klagte über einen «riesigen Schaden» für die Italiener.

Auch in der Schweiz ist der Mitfahrdienst umstritten. Ende März verbot beispielsweise der Kanton Genf den Fahrdienst von Uber. Er soll allerdings im neuen Taxigesetz aufgenommen werden. In der Schweiz gibt es Uber auch in Zürich, Basel und Lausanne. (hvw/sda)

Erstellt: 26.05.2015, 16:16 Uhr

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