Ungarn

Ungarn erhöht Mehrwertsteuer auf höchsten Satz in der EU

Budapest Für die Ungarn hat das neue Jahr gleich eine Erhöhung der Mehrwertsteuer gebracht.

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Mit 27 Prozent hat das Land nun den höchsten Satz in der Europäischen Union.

Bisher wurden 25 Prozent auf Waren und Dienstleistungen aufgeschlagen. Die Regierung in Budapest will mit der Anhebung und weiteren bereits beschlossenen Steuererhöhungen die leeren Staatskassen füllen. Ermässigte Mehrwertsteuersätze etwa für Grundnahrungsmittel (18 Prozent) oder Bücher und Zeitungen (5 Prozent) blieben unverändert.

Die ungarische Zentralbank geht davon aus, dass die Steuererhöhungen die Inflation in Ungarn im Jahr 2012 auf fünf Prozent treiben werden. Im vergangenen Jahr waren es noch 3,9 Prozent. Mit den Steuererhöhungen will die Regierung das Haushaltsdefizit im neuen Jahr bei 2,5 Prozent halten.

Ungarn war zum Jahresende an den Finanzmärkten unter Druck geraten. Die Ratingagenturen Standard & Poor's und Moody's stuften die Kreditwürdigkeit des Landes auf Ramschniveau herab.

Budapest bat wegen der Krise den Internationalen Währungsfonds (IWF) und die EU-Kommission um finanzielle Unterstützung in Höhe von bis zu 20 Milliarden Euro. Die Verhandlungen wurden aber wegen eines umstrittenen Gesetzes ausgesetzt, das den politischen Einfluss auf die Zentralbank des Landes ausweitet.

Erstellt: 01.01.2012, 15:04 Uhr

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