Konjunktur

Weltbank prognostiziert schwächeres Wachstum in China

Peking/Singapur Die Weltbank hat die Wachstumsprognose für China für dieses und nächstes Jahr gesenkt.

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Es bestehe das Risiko, dass das Schwächeln der Wirtschaft länger anhalten könnte als bislang von Analysten erwartet, erklärte die Institution am Montag.

«China hat doppeltes Pech», sagte der Weltbank-Chefökonom für die Region Ost-Asien und Pazifik, Bert Hofman. «Die Abkühlung wird getrieben von schwächeren Exporten und einer schwächeren heimischen Nachfrage.» Ein Hauptgrund dafür ist die Euro-Krise, die auch den Exportweltmeister trifft.

Asiens grösste Volkswirtschaft werde 2012 voraussichtlich um 7,7 Prozent wachsen statt wie noch im Mai angenommen um 8,2 Prozent, teilte die Weltbank mit. Für nächstes Jahr reduzierte sie die Schätzung von 8,6 auf 8,1 Prozent.

Der Abschwung in China in diesem Jahr sei deutlich gewesen, erklärten die Experten. «Einige fürchten, dass er sich noch beschleunigen könnte», hiess es in dem Bericht. Angesichts der Wachstumszahlen könne aber immer noch von einer weichen Landung gesprochen werden, sagte Hofman.

Ganze Region betroffen

Doch nicht nur Chinas Wirtschaft wird laut den Prognosen langsamer wachsen: Für 2012 rechnet die Weltbank in den asiatisch- pazifischen Schwellenländern mit einem Wachstum von 7,2 Prozent, im Mai lag die Prognose noch bei 7,6 Prozent. Grund dafür sei ein «fragiles äusseres Umfeld», heisst es in dem Bericht.

Ohne Berücksichtigung Chinas werde das Wachstum in der Region in diesem Jahr auf 5,5 Prozent steigen. Für die Weltwirtschaft sagte sie ein Wachstum von 2,3 Prozent in diesem Jahr und von 2,6 Prozent 2013 voraus.

Nach Einschätzung der Weltbank wären Rohstoffexporteure im asiatisch-pazifischen Raum bei einem weltweiten Wirtschaftsabschwung besonders gefährdet. Dazu zählen etwa die Mongolei, Laos, Osttimor, Fidschi und Papua-Neuguinea.

Insgesamt sei die Region aber vergleichsweise gut in der Lage, einen solchen Abschwung oder eine Krise im Euro-Raum zu bewältigen. Die Weltbank verwies dazu auf Banken mit guter Kapitalausstattung, bescheidene staatliche Haushaltsdefizite und grosse Finanzreserven.

Erstellt: 08.10.2012, 14:50 Uhr

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