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Aerospace beschwert sich über Schikane bei US-Tankflugzeugen

Washington Die Geschichte des «Jahrhundert-Auftrags» der US-Luftwaffe ist um eine skurrile Facette reicher.

Das kleine Rüstungsunternehmen U.S. Aerospace, das mit dem ukrainischen Flugzeughersteller Antonow um das Megageschäft buhlt, fühlt sich gegenüber den grossen Rivalen Boeing und Airbus benachteiligt. Denn die Air Force hat die Offerte zurückgewiesen - sie sei fünf Minuten zu spät eingegangen. «Unser Angebot wurde persönlich am 9 Juli übergeben», beschwerte sich U.S. Aerospace. «Unser Bote ist an der Wright-Patterson Air Force Base deutlich vor 13.30 Uhr angekommen - mehr als eine halbe Stunde vor Fristablauf um 14 Uhr.» Die Wachleute hätten ihm jedoch zuerst den Zugang zur Militärbasis verweigert und ihn dann in die falsche Richtung geschickt. Letztlich hätten sie ihn aufgefordert, an Ort und Stelle zu warten bis man ihn abhole. Der Eingangsstempel lautete schliesslich auf 14.05 Uhr. «Das Dokument war aber schon vor Ablauf der Frist im Einflussbereich der Air Force, ereiferte sich U.S. Aerospace in einem am Mittwoch bei der Börsenaufsicht SEC eingereichten Schreiben. Was folgte, war eine offizielle Beschwerde beim US-Rechnungshof. Damit droht dem ohnehin seit Jahren in der Schwebe hängenden Tankerauftrag eine neuerliche Verzögerung. Einmal hatte Boeing den Zuschlag erhalten, dann Airbus. Jedes Mal kippte die Politik nach heftigen Querelen die Entscheidung. Nun läuft schon die dritte Ausschreibung für 179 neue Tankflugzeuge für die US-Streitkräfte. U.S. Aerospace geht mit einer Antonow-Maschine ins Rennen, von der nicht viel mehr bekannt ist als der veranschlagte Gesamtpreis. Er liegt mit 29,55 Mrd. Dollar deutlich unter der Preisgrenze von 35 Mrd. Dollar. Experten geben dem Angebot dennoch wenig Chancen. U.S. Aerospace selbst sieht Vorbehalte in der Politik «wegen unseres osteuropäischen Zulieferers».

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