Zum Hauptinhalt springen

Affichage in den roten Zahlen - Lehrgeld für Auslandexpansion

Die gescheiterte Ausland-Expansion namentlich in Griechenland kommt das Werbeunternehmen Affichage teuer zu stehen.

Das Geschäftsjahr 2010 endet mit einem Verlust von 52,3 Millionen Franken. Nun will sich Affichage auf den Heimmarkt konzentrieren. Der Umsatz fiel um 10,5 Prozent auf 304,3 Millionen Franken, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Darin schlugen sich die allgemein negative Entwicklung im Ausland und Währungseffekte nieder. Der Reinverlust ist von Wertberichtigungen bei den Auslandsaktivitäten geprägt. Sie kosteten Affichage 70,8 Millionen Franken. Ohne diese Abschreiber hätte ein Gewinn von 15,1 Millionen Fr. herausgeschaut. Bereits im Vorjahr hatte Affichage 82,6 Millionen Fr. abschreiben müssen, was zu einem Konzernverlust von 59,1 Millionen Fr. führte. Beim Betriebsergebnis (EBIT) resultierte 2010 ein Verlust von 39,1 Millionen Fr. (Vorjahr: -65,2 Millionen). Der Auslandumsatz schrumpfte um fast die Hälfte auf 45,2 Millionen Franken. Gescheitert oder zumindest enttäuschend Die Bilanz des Auslandengagements fällt entsprechend bitter aus: Die Akquisitionen müssten «als gescheitert oder zumindest als enttäuschend qualifiziert werden». Das betrifft den Angaben zufolge nicht nur Griechenland, sondern diverse osteuropäische Länder mit Ausnahme Serbiens. Affichage setzt den Rückzug darum fort. Der Verwaltungsrat schlägt der Generalversammlung erneut den Verzicht auf eine Dividende vor. Solange das so ist, verzichtet auch der Verwaltungsrat auf seine Honorare. Das Unternehmen will sein Eigenkapital stärken. Das unglückliche Auslandengagement ausgeklammert, entwickelte sich Affichage in der Schweiz nach eigenen Angaben den Erwartungen entsprechend. Der Umsatz stieg um 3,6 Prozent auf 259 Millionen Franken. Darin spiegeln sich das Kostenmanagement und die ersten Auswirkungen der neuen Struktur. Den Heimmarkt beurteilt Affichage im Ausblick positiv, nicht zuletzt wegen des Wahljahrs. Seit Jahresbeginn wird das Tochterunternehmen APG direkt durch die Affichage-Leitung geführt. Zudem wurden diverse Bereiche zusammengefasst. Klagen hängig Das Auslandengagement hat für Affichage neben den wirtschaftlichen auch juristische Konsequenzen. Zwei Aktionäre haben in Genf eine Klage gegen einzelne frühere und heutige Organvertreter eingereicht. Affichage selbst klagte gegen den ehemaligen Geschäftspartner in Griechenland. Notiz an die Redaktion: folgt mehr

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch