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Afrikanische Finanzminister kritisieren Europas Krisenmanagement

Addis Abeba Zwei afrikanische Minister haben Europas Umgang mit der Schuldenkrise scharf kritisiert.

Die Probleme in den reichen Industrienationen seien «schädigend» für die Schwellenländer auf dem afrikanischen Kontinent, sagte der südafrikanische Finanzminister Pravin Gordhan. Die Politiker in Europa seien «nicht fähig, ihren eigenen Hinterhof auszuräumen und gleichzeitig sicherzustellen, dass der Rest der Welt dabei keinen Schaden nimmt», kritisierte Gordhan im britischen BBC-Radio. Sein nigerianischer Amtskollege Ngozi Okonjo-Iweala rief die europäischen Entscheidungsträger dazu auf, die Konsequenzen, die ihre Aktionen für den Rest der Welt haben, nicht aus dem Blickfeld zu verlieren. Nigeria, das bevölkerungsreichste Land Afrikas, hatte geplant, die ausländischen Direktinvestitionen bis 2015 zu verdreifachen. Gegenwärtig liegen sie bei drei Milliarden Dollar pro Jahr. Gerade in Krisenzeiten schrauben die Industrienationen jedoch ihre Investitionen zurück. Erschwerend hinzu kommt die Abhängigkeit afrikanischer Staaten von Exporten, speziell in europäische Länder. Gordhan forderte die europäischen Regierungen dazu auf, den Bedenken und Ratschlägen von ausserhalb Europas mehr Aufmerksamkeit zu schenken und einen Schutzmechanismus einzurichten, der es verhindert, dass andere Länder der Welt unter den Schuldenproblemen zu leiden haben.

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