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UBS zahlt 160 Millionen Dollar Strafe in den USA wegen Insiderhandels

Zürich Wegen Auktionsbetrug bei US-Kommunalanleihen bekommt die Grossbank UBS eine Strafe in Millionenhöhe aufgebrummt.

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Die Bank habe eingeräumt, dass einige ehemalige Mitarbeiter beim Handel mit den Papieren das Gesetz verletzt hätten, gab das US- Justizministerium am Mittwoch bekannt.

Im Rahmen einer Einigung mit dem Ministerium, der Börsenaufsicht SEC, der Steuerbehörde und 25 weiteren Bundesstaatsanwälten zahle UBS 160 Millionen Dollar. Die Ex-Mitarbeiter der Municipial-Reinvestment- und Derivate-Gruppe hätten in den Jahren 2001 bis 2006 illegal agiert, um so den Bieterprozess bei der Auktion sogenannter Municipal Bonds zu manipulieren. Municipial Bonds sind Anleihen, die in den USA insbesondere von den Bundesstaaten herausgegeben werden.

Die Behörden der betroffenen Städte und Gemeinden wollten ihre Einnahmen aus dem Verkauf kommunaler Rentenpapiere investieren. Die früheren UBS-Mitarbeiter manipulierten das Ausschreibungsverfahren und zahlten mitunter auch Bestechungsgelder, wie das Justizministerium und die Börsenaufsicht SEC erklärten. «Zum Schaden der Kommunen und letztlich der Steuerzahler», wie Staatsanwältin Christine Varney ausführte.

Wegen der gleichen Sache hatte die Bank of America im Dezember bereits 137 Millionen Dollar an Strafe und Schadenersatz berappen müssen. Die mit der UBS vereinbarten 160 Millionen Dollar sollen als Entschädigung und Geldstrafe an verschiedene Behörden gehen.

Die Grossbank selbst zeigte sich «erfreut» über den Abschluss des Abkommens. Die fraglichen Tätigkeiten seien in einer nicht mehr existierenden Geschäftseinheit begangen worden, heisst es in einer Medienmitteilung der Bank.

Zudem seien für das Abkommen in früheren Quartalen bereits Rückstellungen getätigt worden. Somit werde das Abkommen keinen Einfluss auf die Geschäftszahlen zukünftiger Quartale haben.

Bereits im April musste die UBS in den USA für eine Sünden aus Zeiten der Finanzkrise büssen: Wegen des Verkaufs von Lehman- Wertpapieren wurde ihr eine Geldstrafe von 2,5 Millionen Dollar auferlegt. Ausserdem erhalten die damaligen Kunden Entschädigungen von gesamthaft 8,25 Millionen Dollar.

Notiz an die Redaktion: Sie haben bereits in der Nacht zum Donnerstag eine Meldung zu diesem Thema erhalten

Erstellt: 05.05.2011, 10:24 Uhr

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