Streit

in IT-Branche Comparex mit Klage gegen Bison abgeblitzt

Das IT-Unternehmen Comparex ist mit seinen Klagen gegen Bison Schweiz abgeblitzt.

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Laut Angaben von Bison vom Freitag wurden die zivilrechtlichen Klagen vom Amtsgericht Sursee abgewiesen. Comparex warf Bison vor, rund 180 Mitarbeitende abgeworben und gegen Treu und Glauben verstossen zu haben.

Hintergrund des Streites in der IT-Branche bildet nach Darstellung von Bison, die mit 30 Prozent an Comparex Schweiz beteiligt ist, eine Entlassungswelle im deutschen Comparex- Mutterhaus PC-Ware sowie Unsicherheiten über die Zukunft des Standortes Schweiz.

Nach einem Streit an einer Mitarbeiterversammlung von Comparex im April hatte fast die gesamte Belegschaft gekündigt und Verträge bei Bison in Sursee LU unterschrieben. Die Angestellten wurden in die neugegründeten Bison IT Services integriert, die am 10. Mai den operativen Betrieb aufnahm.

Nach Ansicht der Verantwortlichen von Comparex war der «Überfall» der Minderheitsaktionärin unlauter und geschäftsschädigend. Comparex seien Kosten im hohen zweistelligen Millionenbereich entstanden. Unter anderem wechselte einer der wichtigsten Comparex-Kunden, das Agrarunternehmen Fenaco, zu Bison IT Services.

Mitte Juni gab Comparex Schweiz bekannt, dass sie Strafanzeige gegen Bison Schweiz erstattet habe. Man werde den Rechtsweg bis zur letzten Konsequenz beschreiten, hiess es damals.

Erstellt: 27.08.2010, 12:08 Uhr

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