Zum Hauptinhalt springen

Angst vor US-Zahlungsausfall drückt Tokioter Börse

Tokio An den asiatischen Börsen verstärken sich die Ängste vor einer Zahlungsunfähigkeit der USA.

Am Markt in Tokio wurde mit Spannung eine ursprünglich für Donnerstag angesetzte Abstimmung dazu im US-Repräsentantenhaus erwartet, die zunächst jedoch verschoben wurde. Analysten hofften auf einen Kompromiss, damit der Markt sich wieder anderen Faktoren wie Unternehmenszahlen zuwenden könne. «Denn im Moment sind die japanischen Ergebnisse gar nicht mal so schlecht», sagte Kenichi Hirano von Tachibana Securities. In Tokio schloss der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 0,7 Prozent tiefer auf 9833 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index gab 0,8 Prozent nach auf 841 Zähler. Besonders Technologiewerte lasteten auf dem Markt. Nintendo- Papiere lagen mehr als zwölf Prozent im Minus, nachdem der Unterhaltungskonzern den ersten Quartalsverlust seiner Geschichte ausgewiesen hatte. Sony-Aktien verloren 3,3 Prozent. Das Unternehmen senkte seine Prognose für das Gesamtjahr. Auch die Börsen in Hongkong, Taiwan, und Korea büssten ein. Shanghai lag im Plus, Singapur kaum verändert. An den Devisenmärkten blieb der Dollar unter Druck. Zur japanischen Währung sank sein Kurs auf ein Vier-Monats-Tief von 77,48 Yen. Der Euro gab nach auf 1,4286 Dollar, nachdem die Ratingagentur Moody's mitgeteilt hatte, eine Herabstufung Spaniens zu prüfen. Anleger befürchten, die europäische Schuldenkrise könnte trotz des neuen Rettungspakets für Griechenland auf Italien und Spanien übergreifen. An den Rohstoffmärkten kostete Gold 1613,40 Dollar je Feinunze. Am Mittwoch war der Preis für das Edelmetall auf ein Rekordhoch nahe 1630 Dollar geklettert.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch