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Bank of England empfiehlt Banken des Landes Kapitalaufstockung

London Die britische Zentralbank empfiehlt den Kreditinstituten des Landes angesichts der derzeit «ausserordentlich bedrohlichen» Lage eine Kapitalaufstockung.

Die schlimmste und unmittelbarste Bedrohung für die Finanzstabilität Grossbritanniens gehe von der Bankenkrise in der Euro-Zone aus, und diese Bedrohung habe sich in den vergangenen sechs Monaten noch vergrössert, heisst es im am Donnerstag veröffentlichten Halbjahresbericht der Bank of England zur Finanzstabilität. In den kommenden Monaten sollten die Geschäftsbanken daher ihr Kapital aufstocken und ihre Bonus- und Dividendenzahlungen zurückfahren. Zur restriktiveren Kreditvergabe an Unternehmen rief die Zentralbank aber ausdrücklich nicht auf. Dem Bericht zufolge haben die vier grossen Banken des Landes - Barclays, HSBC, Lloyds Banking Group und Royal Bank of Scotland - Papiere der fünf Schuldenstaaten Griechenland, Portugal, Italien, Spanien und Irland im Wert von 191,8 Milliarden Pfund (rund 275 Milliarden Franken) in ihren Büchern. Anleihen aus Deutschland, Belgien, Frankreich und den Niederlanden dazugenommen, steigt die Summe auf 578,5 Milliarden Pfund. Allerdings machen nicht so sehr die Staatsanleihen der Bank of England Sorgen, sondern ihr Engagement in der Privatwirtschaft der Schuldenländer - Kredite an Unternehmen etwa oder die Beteiligung an Firmen und Banken.

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