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Banken Die UBS zwischen Abstürzen und Erholung Chronologie

Die US-Hypothekenkrise, der Steuerstreit mit den USA und Milliardenverluste durch windige Finanzoperationen haben die UBS in den letzten Jahren in schwere Turbulenzen gebracht.

Hier die wichtigsten Etappen: 2007/2008: Die UBS gerät durch ihr starkes Amerika-Engagement in den Strudel der Hypothekenkrise in den USA. Ausserdem verdächtigen die US-Behörden UBS-Kundenberater, Amerikaner zum Steuerbetrug animiert zu haben, und leiten ein Verfahren ein. 23. April 2008: Die UBS-Generalversammlung wählt Peter Kurer zum Nachfolger des schwer kritisierten Verwaltungsratspräsidenten Marcel Ospel. Bis dato musste die Grossbank total 40 Milliarden Fr. wegen der US- Hypothekenkrise abschreiben. 6. Mai 2008: Die UBS kündigt den Abbau von 5500 der insgesamt 83'800 Stellen an. 16. Oktober 2008: Der Bund unterstützt per Notrecht die wegen der Hypothekenkrise in Schieflage geratene UBS mit 6 Milliarden Franken. Die Schweizerische Nationalbank übernimmt faule Wertpapiere von 40 Milliarden Dollar. Mitte Februar 2009: Die UBS-Aktie rutscht zum ersten Mal unter 10 Fr. ab. 26. Feb./4. März 2009: Ex-Credit-Suisse-Chef Oswald Grübel übernimmt die Leitung der UBS von Marcel Rohner. An die Stelle des zurücktretenden VR-Präsidenten Kurer tritt Alt-Bundesrat Kaspar Villiger. Kurz darauf muss die Bank einen weiteren Stellenabbau ankündigen, die Zahl der Beschäftigten sinkt auf 67'500. 19. August 2009: Im monatelangen Streit um die Herausgabe von Kundendaten einigen sich die Schweiz und die USA auf einen Vergleich. Die USA fordern nicht mehr über 50'000 Daten, sondern nur noch Informationen über 4450 Konten. Die Schweiz verpflichtet sich, Fälle von Steuerbetrug und schwerer Steuerhinterziehung zu identifizieren. 14. April 2010: An der UBS-Generalversammlung verweigern die Aktionäre der ehemaligen UBS-Führung für das Jahr 2007 die Entlastung. Juni-Session 2010: Nach längerem parlamentarischen Tauziehen billigt das eidg. Parlament den Vergleich mit den USA in Form eines Staatsvertrages. 14. Oktober 2010: Die UBS räumt Fehler ein, die fast zum Untergang der Bank geführt hätten. Dennoch verzichtet sie auf Klagen gegen Verantwortliche. Auch die Finanzmarktaufsicht Finma verzichtet auf weitere Untersuchungen. 16. November 2010: Die US-Steuerbehörde IRS zieht ihre zivilrechtliche Klage gegen die Grossbank UBS zurück. 8.Feb. 2011: Nach drei Jahren mit Milliardenverlusten kann die UBS für 2010 wieder einen Gewinn von 7,16 Milliarden Fr. vorlegen. 6. Juli 2011: Die GPK der eidg. Räte zeigen sich enttäuscht darüber, dass die Verantwortlichen der UBS wegen des Beinahe- Kollapses der Grossbank nicht verklagt wurden. Auch die Bemühungen der Grossbank sind aus Sicht der GPK nicht überzeugend. 23. August 2011: Die Grossbank UBS streicht weltweit weitere 3500 Stellen. In der Schweiz werden rund 400 Stellen abgebaut. 15. Sept. 2011: In London wird ein 31-jähriger Händler in der Investmentbank der UBS verhaftet. Er soll mit unerlaubten Finanzoperationen über 2 Milliarden Dollar in den Sand gesetzt haben. 24. Sept. 2011: UBS-Chef Oswald Grübel tritt als Folge des Milliardendebakels zurück. Neuer UBS-Chef wird Sergio Ermotti. 14. Okt. 2011: Die Ratingagentur Fitch senkt das Langfrist-Rating der UBS von «A » um eine Stufe auf «A». Anlass sei, dass die implizite Staatsgarantie für die so genannt systemrelevante Grossbank gelockert wurde. 25. Okt. 2011: Die UBS kann trotz des Milliardenverlustes in London für das dritte Quartal einen Gewinn von 1,018 Milliarden Fr. bekannt geben. 15. Nov. 2011. Verwaltungsratspräsident Kaspar Villiger verlässt die UBS früher als geplant und macht damit Platz für Axel Weber. Ausserdem ernennt die Grossbank Sergio Ermotti definitiv zum Konzernchef.

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