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Basel III hätte Banken Ende 2009 rund 600 Milliarden Euro gekostet Studie des Basler Ausschusses zu Auswirkungen der neuen Regeln

Genf Die Banken weltweit hätten Ende 2009 eine Summe von 602 Milliarden

Euro benötigt, wären die neuen Regeln zur Abfederung von Risiken (Basel III) bereits in Kraft gewesen. Das ergab eine am Donnerstag veröffentlichte Studie des Basler Ausschusses für Bankenaufsicht. Dieser untersuchte 263 Banken weltweit und teilte sie in zwei Gruppen ein: 94 grosse internationale Institute und 169 andere Geldhäuser. Die internationalen Institute hätten demnach Ende 2009 unter den Basel-III-Regeln insgesamt 577 Milliarden Euro gebraucht, die anderen Geldhäuser 25 Milliarden Euro. Die Basel-III-Regeln treten bis 2019 stufenweise in Kraft. Banken müssen danach den Anteil ihres sogenannten harten Kernkapitals künftig von zwei auf sieben Prozent mehr als verdreifachen. Die Quote beschreibt das Verhältnis vom Kapital einer Bank zu ihren risikobehafteten Geschäften, also Krediten und Geldanlagen. Mit einer höheren Kernkapitalquote können Banken im Krisenfall Kreditausfälle oder Börsencrashs besser abfedern. Die Regeln hatte der Basler Ausschuss, ein Gremium aus Finanzmarktwächtern und Notenbankern der grossen Wirtschaftsnationen, im September beschlossen. Die lange Übergangsperiode lasse den Banken genügend Zeit, ihr Kapital aufzustocken, erklärte der Chef des Basler Ausschusses, Nout Wellink. Um sich frisches Geld zu besorgen, können die Banken unter anderem Gewinne einbehalten, neue Aktien ausgeben oder weniger Boni an Manager zahlen.

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