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Bayer kommt Einführung von neuem Prostatakrebsmedikament näher

Stockholm/Frankfurt Bayer kommt bei der Entwicklung seines neuen Prostatakrebs-Mittels Alpharadin voran.

Deutschlands grösster Pharmakonzern erklärte in der Nacht auf Samstag, die Arznei habe in der dritten und letzten Phase der klinischen Entwicklung den primären und alle sekundären Endpunkte erreicht. Die Leverkusener stellten die detaillierten Ergebnisse erstmals auf einem Krebskongress in Stockholm vor und bekräftigten dabei, Mitte 2012 einen Zulassungsantrag für Alpharadin in den USA und Europa einreichen zu wollen. Bayer traut dem Mittel in der Spitze Umsätze von mehreren hundert Millionen Euro im Jahr zu. Für Bayer ist es die zweite gute Nachricht innerhalb kürzester Zeit: Am Freitag empfahl der Arzneimittelausschuss der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA die Zulassung des Mittels Xarelto zum Schutz vor Schlaganfällen und zur Behandlung von bestimmten Thrombosen. Die EU-Kommission folgt einer solchen Empfehlung üblicherweise binnen weniger Wochen. Medikament verlängert Leben Bayer hatte bereits im Juni mitgeteilt, dass Alpharadin sein primäres Studienziel erreicht hat: Patienten, die das Präparat bekamen, überlebten im Schnitt fast drei Monate länger als die Probanden in einer Vergleichsgruppe, die zur Standardbehandlung ein Placebo bekamen. Nun erklärte Bayer, dass auch viele «sekundäre» Ziele erreicht wurden. Unter anderem traten bei den Patienten Knochenschäden und - brüche später auf als in der Vergleichsgruppe. Auch schritt die Erkrankung weniger schnell voran. Prostatakrebs ist eine der häufigsten Krebsarten. Im Jahr 2008 litten weltweit etwa 900'000 Männer an Prostatakrebs, 250'000 starben daran. Bayer entwickelt Alpharadin zur Behandlung von Prostatakrebs, der bereits Tochtergeschwülste in den Knochen gebildet hat. Bayer hatte sich die Rechte an dem Mittel im September 2009 von der norwegischen Firma Algeta gesichert.

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