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Ivano Somaini schleust sich in Sicherheitssysteme von Banken ein – zum Test. Seine Werkzeuge: Gefälschte E-Mails, hilfsbereite Angestellte und Verkleidungen.

«Irgendwo findet man immer eine Lücke», sagt ETH-Informatiker Ivano Somaini. Foto: Urs Jaudas
«Irgendwo findet man immer eine Lücke», sagt ETH-Informatiker Ivano Somaini. Foto: Urs Jaudas

Ivano Somaini liebt die Schauspielerei seit seiner Jugend – aber auf diese Rolle hat ihn niemand vorbereitet. Schwitzend steht er vor der Einfahrt zur Tiefgarage einer Zürcher Privatbank, in einen Anzug gekleidet, eine Kartonschachtel in den Händen, gefüllt mit Büchern und Krimskrams. Er rechnet damit, dass sich das Tor zwischen 7 und 7.30?Uhr mindestens einmal öffnen wird, um einen Lieferdienst passieren zu lassen, der die hausinternen Kaffeemaschinen auffüllen würde. Er weiss das, weil er den Tag zuvor wartend vor dem Gebäude verbracht hat. Er weiss auch, dass es 16 bis 17?Sekunden dauern wird, bis der Schliess­mechanismus wieder einrastet. Reichlich Zeit, um hinter dem Lieferanten in die Garage zu schlüpfen.

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