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Britische Notenbank tastet Zinsen trotz Preisdrucks nicht an

London Trotz des steigenden Preisdrucks in Grossbritannien hält die Notenbank die Zinsen auf rekordniedrigem Niveau.

Die Bank of England (BoE) beliess am Donnerstag den Leitzins wie von Experten erwartet bei 0,5 Prozent. Damit ist der Schlüsselzins weiterhin nur halb so hoch wie im Euroraum. Wie der geldpolitische Ausschuss um BoE-Gouverneur Mervyn King weiter mitteilte, wird das Ankaufprogramm für Staatsanleihen nicht ausgeweitet. Die Notenbank ist derzeit in der Zwickmühle: Sie muss bei ihren geldpolitischen Beratungen sowohl den Preisdruck als auch die Risiken für den Wirtschaftsaufschwung im Auge haben. Die Notenbank wird nach Ansicht von Experten wegen der fragilen Konjunktur noch bis zum Sommer mit einer Zinserhöhung warten. Doch der Kurs des Stillhaltens birgt ebenfalls Risiken: 2010 war die Jahresteuerung mit 3 Prozent bereits weit über das Inflationsziel der Notenbank von zwei Prozent hinausgeschossen. Steigende Öl- und Strompreise dürften den Preisauftrieb auch in den nächsten Monaten weiter anheizen. Angesichts des harten Sparkurses von Premierminister David Cameron ist die wirtschaftliche Erholung jedoch keineswegs gesichert. Dem Rotstift könnten in den nächsten Jahren mehr als 300'000 Jobs zum Opfer fallen. Auch die Lohnentwicklung und die Binnennachfrage werden voraussichtlich nachhaltig unter dem Spardiktat der Regierung leiden. Notiz an die Redaktion: Folgt Zinsentscheid der EZB um 13.45 Uhr

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