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C&A rechnet mit steigenden Preisen Textilhandelskette will verstärkt im Internet wachsen

Düsseldorf Die Konsumenten müssen sich nach Einschätzung der Textilhandelskette C&A auf spürbare Preissteigerungen bei Bekleidung einstellen.

Ausschlaggebend dafür seien die drastische Verteuerung von Baumwolle und die steigenden Lohnkosten in wichtigen Produktionsländern wie Indien und China, sagte der Sprecher von C&A Europa, Matthias Seitz, am Mittwoch in Düsseldorf. Auch die auf preiswerte Mode spezialisierte Handelskette C&A müsse sich den veränderten Rahmenbedingungen anpassen. Doch will der Konzern die Preisturbulenzen nutzen, um weitere Marktanteile zu gewinnen. «Unsere Strategie fokussiert weiterhin auf die Preis-Leistungsführerschaft von C&A in allen europäischen Märkten», sagte Seitz. Wachstumschancen im Internet Wachstumschancen sieht das Familienunternehmen künftig nicht zuletzt im Internet. In den kommenden Jahren wird Seitz zufolge die Expansion des Online-Geschäftes eines der strategischen Hauptziele von C&A in ganz Europa sein. In Deutschland habe C&A-Online im vergangenen Geschäftsjahr ein Wachstum von rund 50 Prozent erreicht, sagte Seitz. Im März 2011 starteten in Frankreich und Österreich zwei neue C&A-Online-Shops. In den kommenden zwei Jahren plane C&A darüber hinaus den Start in bis zu vier weiteren Onlinemärkten innerhalb Europas, sagte Seitz. Um die Kundenbindung zu verbessern, will sich das Unternehmen ausserdem aktiv in sozialen Netzwerken engagieren. Die ersten Pilot- Projekte mit Facebook und YouTube würden derzeit entwickelt und getestet. Erfolg mit Bio-Baumwolle Doch auch im klassischen Filialgeschäft bleibt C&A auf Wachstumskurs. Insgesamt steigerte das Familienunternehmen seine Umsätze in Europa im Ende Februar abgelaufenen Geschäftsjahr 2010/ 2011 gegen den Branchentrend um 4,6 Prozent auf knapp 6,6 Milliarden Euro. Der Marktanteil des Unternehmens stieg dadurch um 5,1 auf 5,4 Prozent. C&A vergrösserte sein Filialnetz in 19 europäischen Ländern im vergangenen Geschäftsjahr um 80 Geschäfte auf insgesamt 1490 Niederlassungen. In allen Ländern sei es dadurch gelungen, sowohl den Umsatz als auch den Marktanteil zu erhöhen. In Deutschland, dem nach wie vor wichtigsten Markt des Unternehmens, steigerte C&A seinen Absatz um 2,7 Prozent auf über drei Milliarden Euro. Und ein Ende des Wachstums ist nicht in Sicht: Für das Geschäftsjahr 2011/2012 plant C&A die Eröffnung von weiteren 90 bis 100 neuen Filialen. Bis zum Ende des Geschäftsjahres 2012/2012 soll das Filialnetz auf rund 1650 Geschäfte anwachsen. C&A ist inzwischen nach eigenen Angaben auch Weltmarktführer für Mode aus Bio-Baumwolle. 2010 habe das Unternehmen bereits 26 Millionen Kleidungsstücke aus zertifizierter Bio-Baumwolle verkauft, drei Millionen mehr als geplant, hiess es. Für das laufende Geschäftsjahr 2011/2012 plant das Unternehmen, seine Bio-Baumwoll-Verkäufe auf rund 30 Millionen Teile zu steigern.

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