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Chef von US-Pleite-Derivatehändler PFG festgenommen

New York Der Chef des ins Visier der Justiz geratenen und Pleite gegangenen Derivatehändlers PFG, Russell Wasendorf, ist festgenommen worden.

Wasendorf sollte noch am Freitagnachmittag (Ortszeit) vor einem Bundesgericht erscheinen, wie eine Sprecherin der US-Bundespolizei FBI sagte. Dem 64-Jährigen wird vorgeworfen, zwischen 2010 und 2012 falsche Angaben zu Kundengeldern gemacht zu haben. Die Peregrine Financial Group (PFG) hatte am Dienstag Insolvenz angemeldet, nachdem die Finanzaufsicht CFTC gegen das Unternehmen und gegen Wasendorf eine Klage wegen Veruntreuung eingereicht hatte. Das Unternehmen machte demnach falsche Angaben zu seinem Guthaben, mehr als 200 Millionen Dollar sollen verschwunden sein. Wasendorf hatte am Montag einen Selbstmordversuch verübt und in einem Abschiedsbrief den Betrug zugegeben, für den er demnach «grosse Schuld» empfinde. Der 64-Jährige sei danach unfähig gewesen, seine Funktionen weiter auszuüben, erklärte der PFG-Aufsichtsrat in einem Dokument, das das Insolvenzgericht in Chicago im Internet veröffentlichte. PFG galt bislang als renommierter Derivatehändler. Derivate sind komplizierte Finanzprodukte, die eine Art Wette auf die Entwicklung anderer Wertpapiere oder etwa von Währungen oder Rohstoff-Preisen darstellen.

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