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China setzt Finanzreform fort - Kredithandel für Banken erlaubt

Peking In China dürfen Banken ab sofort untereinander Kredite verkaufen.

Damit geht die Volksrepublik einen weiteren grossen Schritt, ihr Finanzsystem den Märkten zu öffnen. Die Neuerung soll den Instituten dabei helfen, ihr Risiko- Management zu verbessern, wie Zentralbank-Chef Zhou Xiaochuan am Samstag erklärte. Ausserdem soll sie zur Liberalisierung der Zinssätze beitragen, die derzeit noch stark vom Staat kontrolliert werden. Nach Worten Xiaochuans erhalten die Geldhäuser ferner ein Hilfsmittel, um die unter dem Schlagwort «Basel III» bekannten strengeren Eigenkapitalvorschriften für die Branche zu erfüllen. Die Regelung gilt zunächst für 21 Banken. Erste Geschäfte wurden bereits bekanntgegeben, darunter eines der beiden heimischen Branchengrössen Industrial and Commercial Bank of China und Bank of Communications. Xiaochuan stellte in Aussicht, dass womöglich auch institutionelle Investoren für den Kredithandel zugelassen werden - als «effektive Verbindung zwischen dem Kapitalmarkt und dem Kreditmarkt». Die Zentralbank erhofft sich für den Banksektor insgesamt eine Verbesserung der Kreditstruktur und eine wirksamere Kontrolle von Finanzrisiken. Kreditverbriefung als nächster Schritt Ein nächster Reformschritt könnte die Kreditverbriefung sein. Damit könnten die Banken Kredite aus ihren Büchern in Wertpapiere bündeln und diese an den Finanzmärkten verkaufen. Dies hat die Zentralbank bereits zugesichert. Die Vorgaben der Regierung haben die chinesischen Banken im vergangenen Jahr in einen wahren Kreditrausch versetzt: 9,6 Billionen Yuan (rund 1,4 Billionen Franken) wurden neu vergeben. Analysten befürchten, dass den Geldhäusern damit auch gehörige Ausfallrisiken aufgebürdet wurden.

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