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China-Daten und JPMorgan treiben Wall Street in die Höhe

New York Chinesische Konjunkturdaten im Einklang mit den Erwartungen haben der Wall Street zum Wochenschluss Gewinne beschert.

Obwohl sich das Wachstum der zweitgrössten Volkswirtschaft schon das sechste Quartal in Folge verlangsamte, liess das Plus von immer noch 7,6 Prozent die Anleger aufatmen. Den Aufwärtstrend befeuerte aber auch die US-Grossbank JPMorgan: Trotz milliardenschwerer Verluste durch Fehlspekulationen fuhr das Institut im zweiten Quartal noch einen Gewinn von fast fünf Milliarden Dollar ein. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 1,6 Prozent höher bei 12'777 Punkten, der breiter gefasste S&P-500 legte 1,7 Prozent auf 1356 Zähler zu. Die Technologiebörse Nasdaq erhöhte sich um 1,5 Prozent auf 2908 Zähler. Obwohl die Konjunkturlokomotive China immer mehr Dampf verliert, zeigten sich die New Yorker Anleger mit Blick auf das Plus von 7,6 Prozent im Frühjahrsquartal genügsam. «Das ist nicht weit von dem entfernt, was der Markt im Auge hatte und sorgt deswegen für Erleichterung», sagte Kim Forrest, Analyst bei Fort Pitt Capital Group. Nüchterner sah es dagegen Peter Bookvar, Aktienstratege bei Miller Tabak & Co. Der Markt sei nervös, deshalb reagiere er mit einem solchen Auftrieb, sagte Bookvar. Schwung komme vor allem von den sehr gefragten Banken. Die Quartalszahlen von JPMorgan brächten dem Markt Zuversicht. Die Papiere des Grossinstituts legten knapp 6 Prozent zu. Mit einem Plus von 3,2 Prozent besonders gefragt waren auch die Anteilsscheine der Bank Wells Fargo, nachdem das Institut im zweiten Quartal dank eines starken Hypothekengeschäfts besser abgeschnitten hatte als erwartet. Unter Druck gerieten dagegen die Papiere des Technologieriesen HP, die 1,9 Prozent niedriger gehandelt wurden. Kreisen zufolge könnte eine jährlich 600 Millionen Dollar schwere Service- Vereinbarung mit General Motors gefährdet sein, weil der Autohersteller einen Grossteil seiner IT-Arbeiten künftig von eigenen Experten erledigen lassen will.

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