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Chinesische BIP-Daten stützen Börsen in Asien

Tokio Beruhigende Konjunkturdaten aus China haben die Aktienmärkte in Fernost am Freitag gestützt.

Die zweitgrösste Volkswirtschaft wuchs im zweiten Quartal zwar so langsam wie seit drei Jahren nicht mehr. Das BIP-Plus von 7,6 Prozent lag aber im Rahmen der Erwartungen. Die Anleger zeigten sich daher erleichtert, dass böse Überraschungen ausblieben und zunächst kein noch schärferer Abschwung droht. Allerdings wagten sie sich vor dem Wochenende nicht weit aus der Deckung. Zumal die Ratingagentur Moody's die Kreditwürdigkeit Italiens fast auf Ramschniveau herunterstufte und damit die Furcht vor einer weiteren Verschärfung der Schuldenkrise in Europa und der Folgen für die Weltkonjunktur schürte. Grosse Kursbewegungen blieben daher aus. An der Tokioter Börse schloss der 225 Werte umfassende Nikkei- Index 0,1 Prozent im Plus bei 8724 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index verlor dagegen 0,2 Prozent auf 746 Punkte. Der Leitindex in Shanghai trat auf der Stelle. Die Märkte in Hongkong, Seoul, Singapur und Sydney verzeichneten Gewinne. Die Börse in Taiwan gab nach. Die Zahlen zum chinesischen Bruttoinlandsprodukt (BIP) nahmen Experten zufolge etwas Druck aus dem Markt. Allerdings änderten die Daten nichts an der gesamten Gemengelage, mahnte ein Analyst. «Aus diesen Zahlen kann man ablesen, dass weitere Unterstützung von geldpolitischer Seite nötig ist.» Bei den Einzelwerten stand der japanische Werbekonzern Dentsu im Mittelpunkt, dessen Aktien um sieben Prozent einbrachen. Das Unternehmen will mit dem milliardenschweren Kauf des britischen Konkurrenten Aegis den europäischen Markt erobern. Dentsu legte dafür umgerechnet rund vier Milliarden Euro auf den Tisch. Börsianer hielten den Kaufpreis für zu hoch. Nach den jüngsten Kursabschlägen sorgten in Seoul Schnäppchenjäger für eine kräftigere Erholung. So schossen die Papiere des südkoreanischen Elektronikriesen Samsung um 4,4 Prozent in die Höhe. Die Titel des Autobauers Hyundai gewannen 3,4 Prozent.

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