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Chrysler fährt 436 Millionen Dollar Gewinn ein

Detroit Starke Verkaufszahlen in den USA und Kanada haben dem Autobauer Chrysler im zweiten Quartal einen Gewinn von 436 Millionen Dollar beschert.

Das Unternehmen erreichte damit eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Damals waren noch 370 Millionen Dollar Verlust eingefahren worden - wenngleich dieser vor allem auf eine Rückzahlung staatlicher Rettungskredite zurückzuführen war. Der Umsatz stieg in den Monaten April bis Juni 2012 um 23 Prozent auf 16,8 Milliarden Dollar, wie Chrysler am Montagabend mitteilte. Der US-Autokonzern, der mehrheitlich im Besitz des italienischen Unternehmens Fiat ist, profitierte in den vergangenen Monaten vor allem von seiner starken Präsenz in Nordamerika. Während viele andere Autobauer in Europa schwere Verluste hinnehmen mussten und mit sinkenden Absatzzahlen auch in China und Südamerika zu kämpfen hatten, ist Chrysler auf diesen Märkten kaum aktiv. Das Unternehmen erzielt 75 Prozent seines Umsatzes in den USA und weitere zwölf Prozent in Kanada. In beiden Ländern ist der Automarkt seit drei Jahren im Aufwind. Die Verkäufe in den USA seien im zweiten Quartal um 30 Prozent gestiegen, teilte Chrysler weiter mit. Der Marktanteil im Land sei von 10,1 Prozent auf 11,5 Prozent gestiegen. In Kanada wurde den Angaben zufolge im ersten Halbjahr bei der Zahl der verkauften Fahrzeuge ein Plus von sieben Prozent verzeichnet. Für das Gesamtjahr rechnet Chrysler weiterhin mit einem Gewinn von etwa 1,5 Milliarden Dollar. Noch vor drei Jahren wäre ein solches Ziel nahezu undenkbar gewesen. Damals waren dem Unternehmen die Geldmittel ausgegangen. Nur durch Eingreifen der US-Regierung konnte ein Bankrott verhindert werden.

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