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Coop-Chef schätzt Lebensmittel-Einkaufstourismus auf 2 Milliarden Franken Zu wenige Parallelimporte

Der starke Franken kostet den Schweizer Detailhandel Milliarden.

Nach Ansicht von Coop-Chef Hansueli Loosli fliessen alleine bei Lebensmitteln deutlich über 2 Milliarden Fr. ins grenznahe Ausland. «Ein Fünftel davon entfällt auf Coop», sagte Loosli in einem Interview mit der Zeitung «Der Sonntag». Coop versuche, auf Direktimporte auszuweichen. «Aber fast immer bekommen wir nicht genug Mengen.» Umsatzmässig sei Coop in einem rückläufigen Markt leicht unter dem Vorjahr, sagte Loosli, der Ende August die Führung des Coop- Konzerns an Joos Sutter abgibt. Für das gesamte Geschäftsjahr glaube er immer noch, ein Wachstum zwischen 0 und 1 Prozent erreichen zu können. Auf Wachstumskurs ist die im letzten Herbst vollständig erworbene Grosshandelsgruppe Transgourmet. Per Ende Mai habe man über alle Länder hinweg in Landeswährung ein Wachstum von 7 Prozent erzielt. Das sei erfreulich, sagte Loosli. In den nächsten fünf Jahren würden im Ausland rund 1000 neue Stellen entstehen, vor allem im Cash&Carry- Bereich. Bis 2016 wolle man in Russland 15 bis 17 Cash&Carry-Märkte betreiben, vor allem im Grossraum Moskau. In Polen und Rumänien sollen es bis in fünf Jahren 20 bis 25 Märkte sein, sagte Loosli.

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