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Credit Suisse kann mit härteren Kapitalregeln besser leben als UBS CS-Chef Dougan sieht seine Bank in einer Vorreiterrolle

Die Credit Suisse (CS) setzt bei der Ausarbeitung neuer Kapitalregeln für die Banken auf Zusammenarbeit mit den Regulierungsbehörden.

Die Grossbank sieht sich in einer Pionierrolle und ist nach ihren Aussagen für härtere Anforderungen gerüstet. «Wir setzen unsere Zusammenarbeit mit den Aufsichtsbehörden im Hinblick auf die Stärkung der Stabilität im Finanzsektor fort und waren Vorreiter bei der Entwicklung eines Marktes für bedingtes Wandlungskapital», wird Konzernchef Brady Dougan in der Mitteilung zum Erstquartalsergebnis 2011 vom Mittwoch zitiert. Die CS hat bereits sogenannte CoCos (Contingent Convertible Bonds) aufgelegt. Diese Finanzierungsinstrumente füllen die Kapitalpolster und wandeln sich im Krisenfall von Obligationen zu Aktien. Schwerreiche arabische Investoren aus Katar und Saudi- Arabien haben zugegriffen und über die CoCos 6 Milliarden Fr. bei der CS investiert. Die zweitgrösste Schweizer Bank muss wie ihre Konkurrenten als Konsequenz aus der Finanzkrise inskünftig viel höhere Reserven bereithalten. In der Schweiz dürften ab 2018 nach Empfehlung einer vom Bundesrat eingesetzten Expertenkommission 19 Prozent Eigenkapitalunterlegung für die Aktiven als Richtschnur gelten, was deutlich mehr ist als derzeit international diskutiert. Die Vorschläge der Schweizer Expertenkommission unterstützt die CS nach den Worten ihres Chefs. «Die Finanzkrise hat eindrücklich gezeigt, dass Banken strengere Kapitalvorschriften einhalten müssen», sagte Dougan. Oswald Grübel, Chef der Konkurrentin UBS, hatte am Vortag anlässlich der Präsentation der Quartalsresultate seiner Bank erneut sehr kritische Fragen zur Regulierung geäussert. Im Gegensatz zu seinem Kollegen Dougan befürchtet er Wettbewerbsnachteile.

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