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CS-Experten sehen Licht am Horizont für Exportindustrie

In der zweiten Jahreshälfte dürfte es für die Schweizer Wirtschaft wieder bergauf gehen. Zu diesem Schluss kommt das Branchenhandbuch der Credit Suisse.

Containerverladung im Hafen Kleinhüningen in Basel: Schweizer Exportunternehmen soll es bald wieder besser gehen. (Archivbild: Keystone)
Containerverladung im Hafen Kleinhüningen in Basel: Schweizer Exportunternehmen soll es bald wieder besser gehen. (Archivbild: Keystone)

Obwohl für die Schweizer Wirtschaft während der ersten Jahreshälfte noch mit einem Stellenabbau, Verlagerungen ins Ausland und auch Konkursen zu rechnen ist, dürfte sich die Lage im Verlauf des zweiten Semesters bessern. Ökonomen der Credit Suisse (CS) sehen in ihrem neuesten Branchenhandbuch vor allem für die Exportindustrie gewisse Lichtblicke.

Auch wenn die Aufhebung des Euro-Mindestkurses nunmehr bereits über ein Jahr zurückliegt, dürften die Folgen der Frankenaufwertung auch 2016 noch deutlich spürbar sein. Laut CS-Experten, die am Dienstag die aktuelle Ausgabe ihres Branchenhandbuches publiziert haben, fallen in diesem Jahr in der Schweizer Industrie und im hiesigen Gastgewerbe noch rund 1,6 Prozent der Stellen weg.

Neben solchen Massnahmen zur Effizienzsteigerung dürften auch Investitionsentscheide künftig öfter gegen Produktionsstandorte in der Schweiz gerichtet sein und somit vermehrt Arbeitsplätze ausgelagert werden. Auch eine steigende Anzahl von Konkursen sei nicht auszuschliessen.

Weltweite Konjunkturlichtblicke

Allerdings sehen die Bankenfachleute bald Licht am Ende des Tunnels. So könnte erstens Dank einer Verbesserung der globalen Konjunktur die Talsohle in der zweiten Jahreshälfte durchschritten sein. Die US-Konjunktur bleibt zum Beispiel voraussichtlich relativ robust.

Unter der Bedingung, dass der Franken nicht noch weiter aufwertet, könnte sich zweitens die Schweizer Exportindustrie fangen. Allen voran sollte es nach den Anpassungen an die neuen Wechselkursrealitäten in der Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie sowie im Chemiegewerbe zu spürbaren Besserungen kommen.

Moderates Wachstum der Binnenwirtschaft

Neben diesen Faktoren dürfte drittens die Binnenwirtschaft – trotz einer etwas geringeren Dynamik – noch moderat wachsen. Infolge der tiefen Zinsen und der Zuwanderung dürften die Konsumnachfrage und der Bedarf an Wohnraum standfest bleiben.

Laut dem Communiqué begünstigt dies zudem das Transportwesen und die Telekommunikation. Auch das Baugewerbe dürfte sich stabilisieren, was neben Architekturbüros ebenfalls baunahen Branchen wie der Holz-, Metall- und Kunststoffindustrie zugute kommt.

Die CS-Experten haben in ihrer Analyse noch weitere positive Effekte für die Binnenwirtschaft ausgemacht. Unternehmensdienstleister wie Anwälte und Berater profitieren 2016 zum Beispiel von einer weltweiten Konsolidierungswelle im Bereich Private Banking.

IT-Dienstleister erhalten mehr Aufträge als Folge der Digitalisierung der Wirtschaft und Gesellschaft. Und schliesslich führe auch die zunehmende Alterung wie in vielen Industrieländern zu einem steten Anstieg der Nachfrage nach Gesundheitsdienstleistungen sowie Produkten der Pharmaindustrie und der Medizintechnik.

SDA/mlr

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