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«Untergrenze-Aus? Timing wäre vor einem Jahr besser gewesen»

Josef Ackermann, Ex-Deutsche-Bank-Chef, zum SNB-Schock und warum er sich um die Schweiz trotzdem keine Sorgen macht.

Hoffnungsvoll: Josef Ackermann, ehemaliger Chef der Deutschen Bank, Aufsichtsratsvorsitzender der Bank of Cyprus.
Video: Jan Derrer, Markus Diem Meier

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Tagesanzeiger.ch/Newsnet-Co-Wirtschaftschef Markus Diem Meier sprach am Rande des «Tages-Anzeiger»-Meetings im Zürcher Schiffbau mit Josef «Joe» Ackermann über die Aufhebung der Untergrenze und die Wirtschaftsaussichten in der Schweiz und Europa (siehe Video oben).

Die Aufhebung der Untergrenze des Euro-Franken-Kurses findet Ackermann richtig «angesichts der riesigen Wellen an Dollars und Euros, die in die Schweiz geflossen sind». Ohne Aufhebung wäre die Geldmengensteuerung «einfach nicht mehr möglich gewesen». Zudem rechnet er damit, dass die Inflation im Euroraum nicht stark zunehmen wird. Seine Kursprognose: «Ich erwarte den Euro bei 1.05 innerhalb drei bis sechs Monaten.»

Hoffnung für Griechenland

Um die Schweizer Unternehmen macht sich Ackermann trotz Aufhebung der Untergrenze keine Sorgen. Denn der schwache Euro bedeute, dass Deutschland mehr exportieren könne. Dadurch könne die Schweiz wiederum mehr nach Deutschland und in andere Länder liefern. Dank des tiefen Ölpreises würden zudem die Preise gesenkt. Und importierte Güter und Dienstleistungen seien günstiger geworden.

Sogar für das angeschlagene Griechenland sieht Ackermann Entwicklungsmöglichkeiten, und zwar im Tourismus: «Da kann man qualitativ besser werden und schauen, dass die Leute dort mehr investieren.»

(jd)

Erstellt: 29.01.2015, 17:45 Uhr

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