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Das Phänomen Einkaufstourismus gibt es auch in der Gegenrichtung

Einkaufstourismus ist nicht allein ein Phänomen, das preisbewusste Schweizer ins Ausland treibt.

Auch umgekehrt funktioniert die Sache. Erwähnt seien der Tanktourismus - vor allem aus Italien - und die deutschen «Nudelsonntage». Die «Nudelsonntage» spülten in der Vergangenheit an deutschen Feiertagen jeweils tausende von Kauflustigen in die Grenzgebiete der Schweiz. Der Trip über die Grenze ist sogar in Zeiten der Frankenstärke nicht ausgestorben. Klassische Nudelsonntage sind Allerheiligen im November und der Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober. Die Bezeichnung erklärt sich mit der Vorliebe der nördlichen Nachbarn für Schweizer Teigwaren aller Art - sie räumen vor allem in den Ostschweizer Migros-Filialen jeweils die entsprechenden Regale ratzekahl. Im grenznahen Deutschland heissen die Feiertage denn auch «Nüdelitage» - in der Annahme, dass die Schweizer alles verkleinern. Daneben kaufen deutsche Einkaufstouristen Schokolade, Kaffee, Tee und Gewürze. Warum die deutschen Einkaufstouristen ihre Einkaufswagen ausgerechnet mit Teigwaren behäufen, entzieht sich der Kenntnis der Detailhändler. Vielleicht trauen die nördlichen Nachbarn den Schweizern eine höhere «Italianità» und damit ein glücklicheres Händchen für die «Pasta» zu.

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