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D&B: Firmeninsolvenzen stagnieren - Rekord bei Gründungen

Der Wirtschaftsaufschwung hat auch das Handelsregister erreicht: Im ersten Halbjahr 2011 ist die Zahl der Insolvenzen von Schweizer Unternehmen mit 2106 stabil geblieben.

Die Firmengründungen haben dagegen um 8 Prozent auf rekordhohe 20'207 zugenommen. Die Gründungen nahmen in allen Regionen zu, wie die Wirtschaftsauskunftei Dun&Bradstreet (D&B) am Mittwoch mitteilte. Am stärksten ist das Plus in der Genferseeregion ( 13 Prozent), gefolgt vom Espace Mittelland und der Ostschweiz (Je 9 Prozent). Für das Gesamtjahr erwartet D&B einen Gründungsrekord mit über 40'000 neu im Handelsregister eingetragenen Firmen. Die Insolvenzfälle haben mit Ausnahme von Zürich ( 10 Prozent) und dem Espace Mittelland ( 17 Prozent) in allen Regionen abgenommen. Am stärksten fiel der Rückgang in der Zentralschweiz (- 17 Prozent) aus. Diese Entwicklung stütze das positive Bild der wirtschaftlichen Lage, schreibt D&B. Hinzu zu den Insolvenzen - also den Fällen von Unternehmen, die ihre Rechnungen nicht mehr begleichen konnten - kamen Konkurse wegen Organisationsmängeln (beispielsweise Liquidation aufgegebener Firmen): Sie eingerechnet, nahm die Zahl der Firmenkonkurse im ersten Halbjahr um 4 Prozent auf 3130 zu. Im Juni gab es zudem einen Dämpfer auf dem Pfad der Erholung: die Zahl der Firmenkonkurse nahm um 5 Prozent auf 558 zu. Auch die Insolvenzen stiegen wieder um 9 Prozent auf 408. Die Zahl der Firmengründungen ging hingegen um 1 Prozent auf 3427 zurück. D&B untersuchte auch die Zahl der Firmeninsolvenzen im ersten Halbjahr seit 2001: Das Platzen der Dotcom-Blase ab 2000 sowie die Finanz- und Wirtschaftskrise ab 2007 schlugen sich demnach mit einer Verzögerung von rund zwei bis vier Jahren in den Insolvenzfällen nieder.

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