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Der Bund zögert, die Preise von Medikamenten zu senken

Die Krankenkassen befürchten, dass das Bundesamt für Gesundheit auch dieses Jahr keine Preisanpassung durchsetzen wird.

Apothekerkreuz an der Zürcher Bahnhofstrasse. Foto: Steffen Schmidt (Keystone)
Apothekerkreuz an der Zürcher Bahnhofstrasse. Foto: Steffen Schmidt (Keystone)

Die Empörung war gross, als sich der Bundesrat vergangenen April entschied, die Medikamentenpreise 2015 nicht zu senken. Krankenkassen und Konsumentenschutz kritisierten das Vorgehen scharf. Es sei skandalös, dass ein ein­zelner Wirtschaftszweig vom Staat der­massen bevorzugt werde. Denn der Entscheid des Bundesrats führte dazu, dass die Branche bei den Medikamentenpreisen weiterhin von Umrechnungskursen zwischen 1.27 und 1.29 Franken pro Euro profitiert. Die staatlich verordneten Preise orientieren sich stark an ­jenen von mehreren europäischen Vergleichsländern. Der Umrechnungskurs spielt daher eine wichtige Rolle in der Frage, wie hoch die Medikamentenpreise in der Schweiz ausfallen.

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