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Bio-Ranking – die Schweiz im Europa-Vergleich

Nachhaltig und ohne Chemie: In welchem Land am meisten Bio angebaut wird und wo der Konsum am grössten ist.

Das beliebteste Bioprodukt: Bei den Eiern liegt der Biomarktanteil bei rund 25 Prozent.
Das beliebteste Bioprodukt: Bei den Eiern liegt der Biomarktanteil bei rund 25 Prozent.
Christian Beutler, Keystone

Ei, Ei, Ei, Bio-Ei. Knapp jedes vierte in der Schweiz gekaufte Ei ist mit der Bio-Knospe zertifiziert. Rekord. Kein anderes Bioprodukt ist in der Schweiz beliebter. Das teilt Bio Suisse in einer Medienmitteilung von heute Donnerstag mit. Auf Platz 2 liegt das Frischbrot und auf Platz 3 das Gemüse mit 20 respektive 19 Prozent Marktanteilen.

2015 konnte Bio in der Schweiz erneut zulegen. «Alle Produktgruppen – mit Ausnahme von Käse und Backwaren – sind gewachsen und haben Marktanteile dazugewonnen», lässt sich Jürg Schenkel, Leiter Marketing Bio Suisse, in der Mitteilung zitieren. Der Biomarkt erwirtschaftete im vergangenen Jahr einen Gesamtumsatz von 2,3 Milliarden Franken. Das entspricht einem Umsatzwachstum von 5,2 Prozent.

Die Supermarktisierung

Das Wachstum hat sich allerdings verlangsamt. 2014 ist der Biomarkt noch um 7,5 Prozent gewachsen. Der Marktanteil aller Bioprodukte liegt bei 7,7 Prozent. Der Grund für das schwächere Wachstum sei das schwierige Marktumfeld aufgrund der Frankenstärke und des Einkaufstourismus, teilt Bio Suisse mit.

Vom Wachstum des Biomarkts profitierten vor allem die Grossverteiler wie Coop und Migros (Alnatura). Dort konnte das Biosegment besonders zulegen, schreibt Bio Suisse. Der Biofachhandel habe hingegen das Potenzial nicht ausgeschöpft und bleibe deutlich hinter der Gesamtmarktentwicklung zurück.

Rund 280 Franken für Bioprodukte

Im europäischen Vergleich gehört der Schweizer Biomarkt zu den Spitzenreitern. Hinter Deutschland, Frankreich, Grossbritannien und Italien platziert sich die Schweiz beim absoluten Umsatz auf Rang 5.

Berücksichtigt man die Grösse der Schweiz, reicht es sogar für den ersten Platz. In keinem anderen europäischen Land geben die Menschen mehr Geld für Bioprodukte aus. 2015 waren es rund 280 Franken pro Einwohner. Zum Vergleich: Im grössten Biomarkt in Europa in Deutschland lag der Pro-Kopf-Umsatz 2014 bei 97 Euro, umgerechnet rund 106 Franken.

Nicht nur der Umsatz der Bioprodukte ist hierzulande angestiegen. Auch die Zahl der Biobetriebe ist auf 6031 gewachsen – das sind 52 mehr als im Vorjahr. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich das Wachstum aber verlangsamt. 2014 stieg die Zahl der Biobetriebe um 97 an. Die 6031 Betriebe bewirtschafteten 2015 eine Fläche von 137'000 Hektaren, was etwa 15-mal der Fläche der Stadt Zürich und 12,8 Prozent der gesamten landwirtschaftlichen Nutzfläche entspricht.

Mit den knapp 13 Prozent Biofläche verpasst die Schweiz im europäischen Vergleich knapp das Podest. Liechtenstein, Österreich und Schweden haben einen noch höheren Bio-Anteil. Deutschland schafft es mit rund 6 Prozent nicht in die Top 10 in Europa.

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