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«Der Verlust der Stellung kann eine psychische Krise auslösen»

Der Suizid von Ex-Zurich-Chef Martin Senn wirft Fragen auf: Wie gehen CEOs mit Machtverlust um? Dazu Thomas Heinsius, leitender Arzt der psychiatrischen Poliklinik in Winterthur.

Der ehemalige Zurich-Chef Martin Senn beging am Freitag Suizid (Archiv).
Der ehemalige Zurich-Chef Martin Senn beging am Freitag Suizid (Archiv).
Keystone

Martin Senn wurde im Dezember letzten Jahres nach einigen Misserfolgen vom Verwaltungsratspräsident als CEO abgesetzt. Das habe ihm zugesetzt, sagen Bekannte. Kann das Auslöser für einen Suizid sein?

Ohne den Fall persönlich zu kennen: Bei einem Teil der Führungskräfte findet die Selbstwertregulation massgeblich über den Platz in der Hierarchie statt. Es ist durchaus vorstellbar, dass der Verlust einer solchen Stellung mit einem hohen Gehalt und grosser Verantwortung zu einer starken psychischen Krise führen kann – gerade, wenn sie sich stark mit ihrer Funktion identifiziert haben. Der Suizid ist dann Ausdruck davon, dass dieser Mensch diese Krise mit seinen eigenen Fähigkeiten nicht mehr bewältigen kann.

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