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Deutsche bleiben nicht nur wegen des starken Frankens weg

Die Deutschen als wichtigste Gästegruppe für den Schweizer Tourismus machen in diesem Jahr einen Bogen um die Schweiz.

Die Frankenstärke dürfte dafür aber nicht der einzige Grund sein. Auch im Euro-Land Österreich bleiben die Deutschen aus. In der Schweiz ging die Zahl der deutschen Besucher zwischen Januar und Juli 2011 um 8,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurück. Das sind über 290'000 weniger Übernachtungen, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Montag mitteilte. Im gleichen Zeitraum verzeichnete aber auch Österreich einen Rückgang von 3,5 Prozent oder rund einer Million Übernachtungen aus Deutschland. Im Gegensatz zur Schweiz wurde Österreich für die Deutschen aber nicht teurer wegen des Wechselkursverhältnisses. Die Tourismusbranche verfolge diese Entwicklung auf dem deutschen Markt schon seit einer Weile, sagte Mario Lütolf, Direktor des Schweizer Tourismus-Verbandes. Lütolf hält zwei Erklärungen für plausibel: Wegen der unsicheren wirtschaftlichen Prognosen sei die Reiselust bei den Deutschen möglicherweise eher verhalten. Zudem ziehe es die Deutschen derzeit eher weniger in den alpinen Raum und dafür mehr in den Süden, weil sich Destinationen wie Griechenland oder Spanien mit billigen Angeboten überböten. Die Zahlen aus Österreich zeigen indes auch auf, dass mehr und mehr Schweizerinnen und Schweizer vom schwachen Euro profitieren und Ferien im Nachbarland verbringen: Die Zahl der Übernachtungen von Schweizern in Österreich nahm im laufenden Jahr um 11,5 Prozent zu.

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