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Deutsche Regierung verteidigt Millionenboni bei verstaatlichter HRE

Berlin Die deutsche Regierung hat die Zahlung von Millionenboni beim in der Krise verstaatlichten Immobilienfinanzierer Hypo Real Estate (HRE) verteidigt.

Es sei zwar verständlich, dass die Bonuszahlungen auf den ersten Blick zu Kritik geführt hätten, sagte der Sprecher von Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) am Montag in Berlin. «Auf den zweiten Blick aber, wenn man tiefer schaut, gibt es doch auch massgebliche Gründe, die zu der Entscheidung geführt haben.» Der Vorstand habe «eine schwierige Abwägung zwischen der weiterhin angespannten Situation der Bank und den politischen Anforderungen» treffen müssen. Die «operative Handlungsfähigkeit» der HRE sei ohne die Boni bedroht gewesen, sagte der Ministeriumssprecher. Für die Sanierung der Bank benötige die HRE «erfahrene und gute Mitarbeiter». Tatsächlich verliessen viele Banker aber die HRE, neue Mitarbeiter müssten dann zu höheren Gehältern eingestellt werden. Die HRE hatte am Wochenende bestätigt, dass Mitarbeiter der Bank Zusatzzahlungen in der Gesamthöhe von 25 Mio. Euro erhalten haben. Demnach wurde ihnen «für 2009 eine einmalige Zahlung angeboten», obwohl ihr Arbeitgeber allein 2009 einen Verlust von 2,2 Mrd. Euro machte. Die HRE stand infolge der weltweiten Finanzkrise kurz vor dem Zusammenbruch. Im Herbst vergangenen Jahres wurde sie schliesslich komplett verstaatlicht. Vor wenigen Tagen hatte der Bund der Bank zusätzliche Staatsgarantien von noch einmal 40 Mrd. Euro bewilligt. Das Gesamtvolumen der staatlichen Garantien für die HRE beträgt bis zu 142 Mrd. Euro.

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