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Die Kohleindustrie sieht schwarz

Die US-Kohlebergwerke stecken in einer existenziellen Krise. Hohe Schulden, eine geschwächte Nachfrage aus China, ein strikter Klimaschutz und billiges Erdgas treiben Firmen in den Konkurs.

Noch stammen 39 Prozent des US-Stroms aus Kohle. Kohlekraftwerk in Washington, hinten das Capitol. Foto: Susan Walsh (AP, Keystone)
Noch stammen 39 Prozent des US-Stroms aus Kohle. Kohlekraftwerk in Washington, hinten das Capitol. Foto: Susan Walsh (AP, Keystone)

Das Timing war Zufall, aber nicht ohne Logik. Alpha Natural Resources, der grösste Kohlezulieferer für die Stahlwerke, meldete am selben Tag den Bankrott an, an dem Präsident Barack Obama seinen ehrgeizigen Klimaschutzplan vorstellte. Dieser Plan macht den Kohleabbau in den USA weitgehend unwirtschaftlich. Doch die Schuld für ihren Niedergang müssen die Bergbaukonzerne sich selber zuschreiben. Sie haben sich völlig übernommen, weil sie glaubten, den chinesischen Wirtschaftsboom mit US Coal befeuern zu müssen. Heute sind sie hoch verschuldet und kämpfen mit einer tiefen Nachfrage. Die Kohlebranche wird kaum um eine grosse Reorganisation herumkommen wie sie bereits die Stahlindustrie durchgemacht hat.

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