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Die Lufthansa-Maschinen fliegen wieder

Drei Tage lang hatten die Piloten von Lufthansa gestreikt. Nun nahm das Unternehmen wieder den normalen Flugbetrieb auf.

Wollen bessere Verträge: Piloten der Lufthansa legen ihre Arbeit drei Tage nieder, um gegen die Anhebung des Frührentenalters von 55 auf 60 zu protestieren. (2. April 2014)
Wollen bessere Verträge: Piloten der Lufthansa legen ihre Arbeit drei Tage nieder, um gegen die Anhebung des Frührentenalters von 55 auf 60 zu protestieren. (2. April 2014)
Kai Pfaffenbach, Reuters
Streikt für Frührente: Ein Lufthansa-Pilot während der Demonstration am Flughafen in Frankfurt. (2. April 2014)
Streikt für Frührente: Ein Lufthansa-Pilot während der Demonstration am Flughafen in Frankfurt. (2. April 2014)
Kai Pfaffenbach, Reuters
3800 gestrichene Flüge: Ein Terminal am Flughafen in Frankfurt ist fast leer. (27. März 2014)
3800 gestrichene Flüge: Ein Terminal am Flughafen in Frankfurt ist fast leer. (27. März 2014)
Michael Probst, Keystone
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Nach dem dreitägigen Pilotenstreik hat die Lufthansa ihren normalen Flugbetrieb wieder aufgenommen. Wie eine Unternehmenssprecherin in Frankfurt am Main sagte, landeten um 05.10 Uhr die ersten Maschinen.

Insgesamt standen rund 1800 Verbindungen am grössten deutschen Drehkreuz in Frankfurt auf dem Plan. Auch der zweitgrösste deutsche Flughafen in München meldete wieder normalen Flugbetrieb.

Der bereits im Vorfeld angekündigte Ausfall von 40 Flugverbindungen am ersten Tag nach dem Streik erfolgte aus operationellen Gründen, wie die Sprecherin sagte. Auch die Lufthansa-Tochter Germanwings kehrte wieder zu ihrem Normalbetrieb zurück, hier standen 252 Verbindungen auf dem Flugplan.

Hauptstreitpunkt Übergangsversorgung

Bis zum Ende der Osterferien soll es nach Angaben der Pilotenvereinigung Cockpit keine weiteren Streiks geben. Das Lufthansa-Vorstandsmitglied Kay Kratky hatte gestern die Piloten aufgefordert, ohne Vorbedingungen an den Verhandlungstisch zurückzukehren.

Er hatte eine Schlichtung für den Tarifkonflikt ins Gespräch gebracht. Hauptstreitpunkt ist die sogenannte Übergangsversorgung, die es den Piloten bislang erlaubt, ab 55 Jahren in einen bezahlten Frühruhestand zu gehen.

Schaden für Wirtschaftsstandort

Der Präsident der Deutschen Luftverkehrswirtschaft, Klaus-Peter Siegloch, sagte der «Passauer Neuen Presse»: «Ein Arbeitskampf wie dieser schadet nicht nur der deutschen Luftfahrt, sondern dem gesamten Wirtschaftsstandort Deutschland.»

Er kritisierte das Ausmass der Streiks im Luftverkehr: «Wenn die Luftfahrt beinahe im Wochenrhythmus mal von Verdi, mal drei Tage hintereinander von Piloten bestreikt wird, dann hat das mit der Verhältnismässigkeit der Mittel nichts mehr zu tun.» Das dringend benötigte Vertrauen der Kunden werde «bei einem so umfangreichen Streik im Nu beschädigt», sagter er.

Insgesamt waren während des dreitägigen Streiks rund 3800 Verbindungen mit 425'000 betroffenen Fluggästen abgesagt worden. Die Lufthansa beklagt wegen des Ausstandes einen wirtschaftlichen Schaden in mittlerer zweistelliger Millionenhöhe. Eine baldige Lösung des Tarifkonflikts um Löhne und Übergangsrenten der rund 5400 Piloten zeichnet sich nicht ab.

SDA/ajk

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