SNB investiert in 14 Atomwaffen-Firmen
Umstrittene Investments: Die Nationalbank legt mehr Geld in Atomwaffen produzierenden Firmen an, als bislang bekannt war. Dies zeigen neue Auswertungen.

Die Herstellung von Atomwaffen ist ein gutes Geschäft. Nicht nur für die Produzenten, sondern auch für Banken, die bei der Finanzierung helfen. Im alljährlichen Bericht «Don’t Bank on the Bomb» werden Finanzinstitute aufgeführt, die Geld in Konzerne stecken, die an der Herstellung von Atomwaffen beteiligt sind. In der letzten Ausgabe vom November wurden die Credit Suisse (CS) und die UBS erwähnt, nicht aber die Schweizerische Nationalbank (SNB). Die Autoren haben nun die Auswertung für die SNB aktualisiert und die Ergebnisse liegen dem «Tages-Anzeiger» vor.
Laut dem Bericht, hinter dem die Internationale Kampagne zur Abrüstung von Atomwaffen (Ican) und die Gruppe für eine Schweiz ohne Armee (GSoA) stehen, hat die SNB im Jahr 2015 mehr als 600 Millionen Dollar in 14 Firmen investiert. Darunter befinden sich etwa die US-Rüstungsfirmen Northrop Grumman oder Raytheon. Für Ican Schweiz ist es inakzeptabel, dass die Schweizerische Nationalbank Millionen in die Produzenten von Atomwaffen investiert. Die SNB kommentiert die Auswahl ihrer Anlagen nicht.
