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«Bier ist hip wie nie, das verdanken wir Kleinbrauereien»

Thomas Amstutz äussert sich zu seinen 800 Konkurrenten und sagt, dass die Gurten-Brauerei heute wohl nicht mehr geschlossen würde.

Herr Amstutz, haben Sie heute schon ein Bier getrunken?

Gibt es in der Feldschlösschen-Kantine Freibier?

Sie waren nicht immer in der Bierbranche tätig: Zuerst haben Sie bei Unilever Shampoo vermarktet, dann für Hero Konfitüren und erst danach kamen Sie zum Bier . . .

In dieser Position sind Sie der mächtigste Bierbrauer der Schweiz.

Wieso das?

Man kann das auch anders sehen: Jetzt, wo sich die Konsumenten für spezielle Biere interessieren, will der grossen Lagerbier-Hersteller plötzlich auch mitmischen.

Es gab doch schon vorher diverse trübe Schweizer Biere.

Sie vermarkten dieses Bier aber, als käme es aus einer Mikrobrauerei: Im Werbespot tragen drei junge Brauer Bärte und Lederschürzen, sie werfen liebevoll den Hopfen in den Braukessel . . .

Die Biermarken Cardinal, Gurten, Hürlimann und Warteck gehören zu Feldschlösschen und werden alle in Rheinfelden gebraut. Sie gaukeln den Konsumenten doch vor, ein lokales Bier zu trinken.

Es war also der richtige Entscheid, die aufgekauften lokalen Brauereien zu schliessen?

Und heute?

Woher kommt eigentlich der Trend zu den lokalen Bieren?

Aber so viele neue Konkurrenten müssen einem Unternehmen doch Bauchweh bereiten?

Feldschlösschen ist aber nicht wirklich eine hippe Marke.

Starke Marke hin oder her: In der Schweiz wird pro Kopf Jahr für Jahr weniger Bier getrunken, auch Ihr Unternehmen verzeichnet Einbussen. Ist das langfristig nicht ein Problem für Feldschlösschen?

Sie rechnen also mit höheren Preisen – und wollen so Ihre Umsätze halten.

Feldschlösschen hat schon länger keine andere Brauerei mehr übernommen. Will niemand verkaufen?

Sie haben vor zwei Jahren einen Getränke-Onlineshop für Privatkunden lanciert. Wie läuft es?

Jüngst sind Sie mit der Beer Station gestartet: einer speziellen Zapfanlage in Restaurants, mit welcher die Gäste Bier für zu Hause abfüllen können. Braucht es das?

Nicht alle Wirte haben Freude an Feldschlösschen: Sie müssen Mehrjahresverträge unterschreiben und Preiserhöhungen akzeptieren.

Der Wirteverband Basel-Stadt beklagt, dass Sie die Bierpreise für die Gastronomie deutlich stärker erhöhen als für den Detailhandel.

Aber im Detailhandel ist der Konkurrenzdruck doch grösser als in der Gastronomie?

Sie binden die Wirte nicht nur mit Lieferverträgen an sich, Sie gewähren ihnen auch Kredite . . .

Sie sind also auch eine Art Bank für die Wirte?

Wann wird der Bier-Trend wieder abflachen?

Der Bierstil IPA ist derzeit sehr angesagt. Was kommt als nächstes?