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Die Zusagen für eine Aufstockung der IWF-Mittel Hintergrund

Bern Im Kampf gegen die europäische Schuldenkrise soll die Feuerkraft des Internationalen Währungsfonds (IWF) um bis zu 200 Milliarden

Euro erhöht werden. 150 Milliarden Euro davon wollen die Euro- Länder über ihre Notenbanken aufbringen. Weitere 50 Milliarden Euro sollen Staaten ausserhalb des Währungsgebiets beisteuern. Die folgende Auflistung gibt einen Überblick über die Zusagen der einzelnen Staaten: SCHWEIZ: Die Schweiz hat nach Angaben der Schweizerischen Nationalbank (SNB) bisher noch keine Anfrage erhalten, sich finanziell an Rettungsmassnahmen für die Euro-Zone zu beteiligen. Laut SNB-Präsident Philipp Hildebrand wird die Schweiz erst über einen Beitrag zur Aufstockung der IWF-Mittel entscheiden, «wenn mehr Klarheit über die Vorgehensweise im Rettungsprozess besteht und eine konkrete Anfrage vorliegt». Staaten der Euro-Zone DEUTSCHLAND: Die Deutsche Bundesbank ist bereit, bis zu 45 Milliarden Euro zu zahlen. Allerdings sollen sich nach Ansicht der Währungshüter auch andere Staaten der EU und aussereuropäische Länder beteiligen. ESTLAND: Ministerpräsident Andrus Ansip hat generelle Bereitschaft signalisiert, doch sind noch technische Fragen offen. BELGIEN: Laut Zentralbankchef Luc Coene will das Land rund 9,5 Milliarden Euro beisteuern. NIEDERLANDE: Ein Beitrag von maximal 17 Milliarden Euro ist geplant, das Parlament hat Zustimmung signalisiert. SLOWAKEI: Das ostmitteleuropäische Land will 1,53 Milliarden Euro einzahlen. EU-Staaten ausserhalb der Euro-Zone POLEN: Finanzminister hat IWF Beitrag in Höhe von 6,3 Milliarden Euro zugesagt. GROSSBRITANNIEN: Das Königreich hält vorläufig seinen Beitrag von etwa 25 Milliarden Euro zurück. SCHWEDEN: Die Zentralbank ist zur Zahlung von bis zu 100 Milliarden schwedischen Kronen (13,5 Milliarden Fr.) bereit. TSCHECHIEN: Das Land ist prinzipiell zu einer Beteiligung mit 3,5 Milliarden Euro bereit, aber nur, wenn alle anderen EU-Staaten mitziehen. Der Pferdefuss: Litauen und Lettland haben bereits abgewinkt. Staaten ausserhalb Europas VEREINIGTE STAATEN: Die USA sind sehr zurückhaltend. Auch der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble rechnet nicht damit, dass sich die USA beteiligen werden. RUSSLAND: Das Land hat mindestens zehn Milliarden Dollar zugesagt. JAPAN: Finanzminister Jun Azumi setzt auf Vorleistung durch die Europäer, die zunächst einen echten Schutzwall gegen die Ausbreitung der Krise aufbauen sollen. Das ostasiatische Land hat keine Zusage gemacht, zeigt sich aber kooperationsbereit. KANADA: Laut Notenbankchef Mark Carney soll die Regierung über einen Beitrag entscheiden. Ein finanzieller Beitrag Kanadas wird vornehmlich im Kontext der globalen Konjunkturabkühlung geprüft.

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