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Diese Tiere verdienen mehr als Sie

Das Imperium der tierischen Influencer ist riesig: Sie bescheren ihren Haltern ein Vermögen.

Verschaffen ihren Besitzern ein Vermögen: tierische Influencer. Video: Tamedia

Sie heissen Jiff Pom, Boo, Manny oder Tuna: tierische Influencer, die ihren Herrchen und Frauchen viel Geld einspielen. Die zehn einflussreichsten Hunde und Katzen erreichen zusammen 68 Millionen Menschen auf Facebook, Instagram, Twitter und Youtube.

Das renommierte «Forbes»-Magazin führt mittlerweile eine Liste der einflussreichsten Influencer-Tiere. Das bekannteste Tier ist die «Grumpy Cat». Auf Facebook folgen ihr über 8 Millionen Menschen, auf Instagram sind es 2,4 Millionen. Bekannt wurde die mies gelaunte Katze als Meme. Menschen posteten auf sozialen Medien Fotos des Tieres mit misanthropischen Sprüchen.

Facebook/The Official Grumpy Cat
Facebook/The Official Grumpy Cat

Eigener Manager

Mittlerweile ist Grumpy Cat offizielle «Botschafter-Katze» des Futterherstellers Friskies, der zu Nestlé gehört. Grumpy Cat hat einen eigenen Manager, und ihre Besitzerin Tabatha Bundesen hat Verträge mit Partnern, Sponsoren und Merchandise-Anbietern abgeschlossen. Diese spülen ihr «Forbes» zufolge mehrere Millionen Dollar in die Kasse. Genaue Zahlen sind nicht bekannt.

Der Spitz Boo hat auf Facebook knapp 17 Millionen Follower. Er schafft es wie seine tierischen Freunde auf die «Forbes»-Liste der wichtigsten Haustier-Influencer.
Der Spitz Boo hat auf Facebook knapp 17 Millionen Follower. Er schafft es wie seine tierischen Freunde auf die «Forbes»-Liste der wichtigsten Haustier-Influencer.
Facebook/Boo
Tunas Besitzerin Courtney Dasher verkleidet ihren Hund gerne der Saison entsprechend.
Tunas Besitzerin Courtney Dasher verkleidet ihren Hund gerne der Saison entsprechend.
Facebook/Tuna Melts My Heart
Manny The Frenchie hat bereits als Model für die Haustier-Linie von Martha Stewart gearbeitet.
Manny The Frenchie hat bereits als Model für die Haustier-Linie von Martha Stewart gearbeitet.
Facebook/Mannythefrenchie
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Inzwischen gibt es T-Shirts, Becher, Kalender oder Stofftiere der schlecht gelaunten Katze. 2014 kam ihr Film «Grumpy Cat's miesestes Weihnachtsfest ever» heraus. Im Wachsfigurenkabinett Madame Tussauds in Berlin hat die Katze inzwischen sogar eine eigene Wachsfigur.

Bestseller-Buch und Spendensammler

Andere Tiere tun es der Katze nach: Ebenfalls auf der «Forbes»-Liste ist Boo. Der elfjährige Spitz wurde zunächst in Asien berühmt, nachdem sein Besitzer Fotos von ihm auf Facebook gepostet hatte. Mittlerweile hat Boo auf dem Netzwerk 17 Millionen Follower und arbeitet mit Amazon und der US-Fluggesellschaft Virgin America zusammen. Nebenher wird der Hund von Spendenorganisationen eingesetzt. «Forbes» zufolge hat Boo geholfen, über 100'000 Dollar für verschiedene Zwecke zu sammeln.

Facebook/Boo
Facebook/Boo

Neben Boo ist auch der Mops Doug the Pug mit 6 Millionen Facebook-Followern auf der «Forbes»-Liste vertreten. Der Hype um ihren Hund sei überraschend gewesen, erzählt Besitzerin Leslie Mosier: «Ich habe ein Foto von Doug auf Instagram gepostet, wie er mit einem Ballon durch einen Park rennt. Am nächsten Morgen bin ich aufgewacht, und das Video wurde 20 Millionen Mal angeschaut.» Mittlerweile gibt es ein Buch über Doug the Pug, welches es auf die Bestsellerliste der «New York Times» geschafft hat. Der Mops hat seinem Frauchen verschiedene Sponsoren-Deals eingeheimst.

Hund Tuna, ebenfalls auf der «Forbes»-Liste, wurde besonders wegen seines Überbisses berühmt. Tuna arbeitet mittlerweile mit verschiedenen Marken, darunter dem US-Detailhändler Target, zusammen.

Facebook: Tuna Melts My Heart
Facebook: Tuna Melts My Heart

Berühmte Igel, Affen, Schweine

Besitzer von Tier-Influencern machen mit ihren Haustieren gutes Geld: Bis zu 15'000 Dollar zahlen Werber für einzelne Posts, schätzen Experten. «Tiere kommen beim Konsumenten besser an. Sie erreichen alle, von der Grossmutter bis zum Kleinkind», sagt Loni Edwards, Gründerin einer Agentur für berühmte Social-Media-Tiere, dem US-TV-Sender ABC News.

Edwards arbeitete eigentlich in einer Anwaltskanzlei. Nachdem ihre französische Bulldogge Chloe zum Instagram-Star wurde, quittierte sie ihren Job und gründete die eigene Agentur in New York City. Mittlerweile betreut sie neben Hunden und Katzen auch Igel, Affen oder Schweine.

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